Anwalt fordert mehr Geld für Kundus-Opfer
kabul/berlin. Ein Jahr nach dem verheerenden Luftschlag von Kundus hält der Streit über die Entschädigung der afghanischen Opferfamilien an. Der Bremer Anwalt Karim Popal forderte gestern jeweils 33000 US-Dollar (28000 Euro) für 113 Tote und damit sieben Mal so viel wie das Bundesverteidigungsministerium bisher zugesagt hat.


Sehnsucht nach einer echten Versöhnung
washington/tel aviv. Wie auch immer die Verhandlungen über den Frieden in Nahost diesmal ausgehen: Seit dem Auftakt der direkten Gespräche gestern in Washington gibt es zumindest ein neues Bild für die Geschichtsbücher.


Druck auf Berlin wegen lahmer Justiz
straßburg/berlin. Deutschland muss so schnell wie möglich ein wirksames Beschwerderecht gegen überlange Gerichtsverfahren einführen. Dies entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) gestern in Straßburg.


Polen und Russland wollen Kooperation
warschau. Polen und Russland bleiben auf Entspannungskurs: Der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein polnischer Kollege Radoslaw Sikorski haben sich für eine Fortsetzung des vor drei Jahren eingeleiteten Prozesses der Annäherung ausgesprochen.


"Das war ein Riesenunfug"
berlin. Das Büßerhemd ge- hört für Thilo Sarrazin nicht unbedingt zur Dienstkleidung. Beim TV-Moderator Plasberg macht der umstrittene Bundesbanker am Mittwochabend eine Ausnahme und räumt zum ersten Mal Fehler ein.


Tote und Verletzte in Mosambik
maputo. Bei schweren Unruhen wegen Preiserhöhungen für Grundnahrungsmittel wie Brot sind in Mosambik sieben Menschen ums Leben gekommen. Wie die Regierung weiter mitteilte, wurden 248 Menschen verletzt.


Karstadt-Zukunft wohl gesichert
essen/london. Karstadt vor der Rettung: Mit der Zustimmung aller Gläubiger ist die letzte große Hürde für ein Fortbestehen des Kaufhaus-Konzerns genommen. Sämtliche Gläubiger des Vermieterkonsortiums Highstreet stimmten den von Investor Nicolas Berggruen geforderten Mietsenkungen gestern grundsätzlich zu.


Bundesbank geht bei Sarrazin bisher beispiellosen Schritt
frankfurt/berlin. In ei- nem bisher beispiellosen Schritt will sich die Bundesbank von Thilo Sarrazin trennen. Die Spitze der Zentralbank beantragte gestern bei Bundespräsident Christian Wulff die Entlassung ihres umstrittenen Vorstandsmitgliedes.


Deutscher in Haft
berlin. Ein unter Terrorver- dacht stehender Deutscher wird seit mehreren Wochen von US-Sicherheitskräften in Afghanistan festgehalten. Die Bundesregierung bemühe sich bei der US-Regierung um konsularische Betreuung des Mannes, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts gestern in Berlin.


Billen verliert Immunität
mainz. Der Rechtsaus- schuss des rheinland-pfälzischen Landtags hat die Aufhebung der Immunität des umstrittenen CDU-Abgeordneten Michael Billen beschlossen. In der vertraulichen Sitzung gestern in Mainz sei die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit dafür zustande gekommen, sagte der Ausschussvorsitzende Herbert Schneiders (CDU).


Die Wehrpflicht wackelt
Von PZ-Korrespondent Werner Kolhoff - berlin. Die Revolte kam von unten. Ob bei Grünen, FDP oder SPD - immer diskutierten zuerst die Nachwuchsorganisationen über die Wehrpflicht und forderten dann entweder ihre Abschaffung oder aber eine Totalreform.


Einigung auf neue EU-Finanzaufsicht
brüssel. Bei den Verhandlungen zur Schaffung einer europäischen Finanzaufsicht hat es einen Durchbruch gegeben. Vertreter von EU-Parlament, Ministerrat und EU-Kommission einigten sich auf einen Kompromiss.


letzte meldung In Schauerberg brennt Dachstuhl
schauerberg. Gestern Abend gegen 18. 30 Uhr ist in der Schauerberger Hauptstraße der Dachstuhl eines kleinen Hauses komplett ausgebrannt. Verletzt wurde dabei niemand, informierte die Polizei. Die Ursache für das Feuer stand gestern hingegen noch nicht fest, da sich erst heute ein Fachmann den Dachstuhl genau betrachtet.


Bundesbank will Sarrazin entlassen
frankfurt/berlin. In ei- nem bisher beispiellosen Schritt will sich die Bundesbank von Thilo Sarrazin trennen. Die Spitze der Zentralbank beantragte gestern bei Bundespräsident Christian Wulff die Entlassung ihres umstrittenen Vorstandsmitgliedes.


Jugend verhütet so gut wie nie zuvor
berlin. Deutsche Jugendliche haben ihr "erstes Mal" später und sind weniger sexuell aktiv als noch 2005. Das geht aus der Studie "Jugendsexualität 2010" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hervor, die gestern präsentiert wurde.


Krimi um Karstadt
essen/london. Endspurt im Karstadt-Krimi: Nach monatelangem Ringen um die Zukunft des Warenhauskonzerns zeichnete sich gestern Abend eine Rettung für das Traditionsunternehmen und seine Beschäftigten ab.


Doppeltes Kerwe-Spiel



Kinder-Olympiade mit guter Bilanz



Widerstand gegen Bundeswehrreform
hof/münchen. Führende CSU-Politiker lehnen die Sparvorgaben des Bundesfinanzministeriums für die Bundeswehr als zu hoch ab. CSU-Chef Horst Seehofer dürfte der Aussetzung der Wehrpflicht nach Informationen aus der Partei von gestern zustimmen - aber die Truppe soll demnach in geringerem Maß schrumpfen.


Netanjahu und Abbas optimistisch
washington/jerusalem. Zum Auftakt der ersten direkten Nahostgespräche seit zwei Jahren haben sich beide Seiten überraschend optimistisch geäußert. "Ich sehe in Ihnen einen Partner für den Frieden", sagte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zu Palästinenserpräsident Mahmud Abbas.


Spitzentreffen zu Energiekonzept
berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat für Sonntagnachmittag einen Koalitionsgipfel zur Lösung des Streits um die längeren Laufzeiten der Atomkraftwerke einberufen. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur dpa gestern in Berlin aus Koalitionskreisen.


Sauerland-Helfer soll vor Gericht
frankfurt. Ein mutmaßlicher Terrorhelfer der sogenannten Sauerland-Gruppe muss sich ab 1. Oktober vor dem Oberlandesgericht Frankfurt verantworten. Das teilte das Gericht gestern in Frankfurt mit.


Religiöse Klänge zum Jubiläum
tripolis. Libyens Revolutionsführer Gaddafi ist die schillerndste Figur unter den arabischen Herrschern. Gerne schart er illustre Gäste aus aller Welt um sich. Die Europäer tun sich schwer, im Umgang mit dem Oberst aus Tripolis eine gemeinsame Linie zu finden.


hintergrund Hürden für einen Frieden in Nahost
Israel und seine arabischen Nachbarn streiten seit Jahrzehnten. Die Haupthindernisse für einen Frieden im Nahen Osten: Grenzen: Nach dem Willen der Palästinenser soll ihr Staat die 1967 von Israel besetzten Gebiete Westjordanland, Gaza und Ost-Jerusalem umfassen.


Kommentar: Meinung Sarrazins Geister
Sarrazin raus! Kein Unternehmen kann sich an der Spitze einen derartigen Spalter und Provokateur leisten, erst recht nicht die Bundesbank. Der Betroffene mag sich nun winden, wie er will: Gerade er, der sich dem verantwortlichen Bürgertum zurechnet, kann nun nicht so tun, als habe er alles nicht gewusst und gewollt.


Bundesbank vertagt Entscheidung
frankfurt/berlin. Der Streit um einen Rausschmiss des umstrittenen Bundesbankvorstandes Thilo Sarrazin wird zur Hängepartie. Nach einer Krisensitzung der Notenbankführung gestern ließ die Bundesbank die berufliche Zukunft Sarrazins weiter offen.


Obama will Wirtschaft stärken
washington. Nach sieben Jahren und fünf Monaten hat US-Präsident Barack Obama den immens teuren Irakkrieg offiziell für beendet erklärt. Jetzt will er sich vor allem darum kümmern, die lahmende amerikanische Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen.


Unterbringung gestörter Täter beschlossen
berlin. Nach wochenlanger, heftiger Debatte über die Sicherungsverwahrung hat das Bundeskabinett gestern die Reform auf den Weg gebracht. Das Kabinett beschloss Eckpunkte, die auch eine dringend nötige Regelung für Altfälle umfassen.


Teilzeitjobs schönen Arbeitsmarktzahlen
berlin. Die jüngsten Erfolgszahlen am Arbeitsmarkt beruhen auch auf einer starken Zunahme unsicherer Abeitsverhältnisse. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage der Links-Fraktion an die Bundesregierung hervor, die unserer Zeitung vorliegt.


Geteiltes Echo auf Reformpläne
berlin. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ist mit seinen Plänen für die Bundeswehrreform im Fachausschuss des Bundestags auf ein geteiltes Echo gestoßen. Während die FDP sich nach einer Sondersitzung des Verteidigungsausschusses weitgehend zufrieden zeigte, gehen der SPD die Kürzungspläne für die Truppe zu weit und der Linken nicht weit genug.



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