Anzeige FlixBus 9€ Aktion

PZ-Sonderthemen

PZ-Kur 2017

Bildergalerie

Das Wetter heute

Digitales Probeabo

Heimat-Jahrbuch / Heimatkalender

JUPI 2017

Sonderveröffentlichungen B 10

Telefonsuche

Lokalsport 19.05.2017

226 Kilometer für das Hospiz

Triathlet Götz Krämer sucht Kilometer-Sponsoren, die guten Zweck unterstützen

Schwimmen, Laufen und Radfahren für einen guten Zweck: Der Pirmasenser Götz Krämer will bei seinem ersten Langdistanz-Triathlon (Ironman) in Roth bei Nürnberg zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Unter dem Namen HOP 226 stellt er sich zum Einen einer sportlichen Herausforderung, die es in sich hat. Zum Zweiten will der Triathlet mit Hilfe von Unterstützern – so genannten Kilometer-Sponsoren – auf jedem der insgesamt 226 Wettkampfkilometer Geld einsammeln, um Gutes für das Pirmasenser Hospiz zu tun.

Götz Krämer ist von Beruf Sportredakteur und auch in seiner Freizeit gerne sportlich unterwegs: Als Triathlet hat er im Trikot des Endurance Team Pirmasens Wettkämpfe absolviert. Sein bisher längstes Rennen ging über die Mitteldistanz, die 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21 Kilometer umfasst.
Wenn das die Mitteldistanz ist, muss es auch eine volle Distanz geben? Richtig, denn seit Krämer als Schüler im Fernsehen einen Beitrag über den Ironman auf Hawaii gesehen hat, ist sein sportlicher Traum, einmal einen Langdistanz-Triathlon zu bewältigen. Im vergangenen Jahr fiel die Entscheidung: 2017 ist die Langdistanz fällig – und zwar am 9. Juli bei der „Challenge Roth“ in der Nähe von Nürnberg.
Allerdings war dem überzeugten Pirmasenser von Anfang an klar, dass er diese Herausforderung nicht nur für sich selbst bestreiten möchte: „Nachdem ich einen der begehrten Startplätze bei der Challenge Roth ergattert hatte war schnell klar, dass ich die Erfüllung meines großen sportlichen Traums mit einer Hilfsaktion verbinden will. Es gibt viele Initiativen in Pirmasens, die eine finanzielle Unterstützung verdient hätten.“
Dass seine Wahl auf das Hospiz der Diakonie fiel, ist aber kein Zufall: „Das Thema Tod wird gerne verdrängt, aber wenn der Abschied naht, steht doch fast jeder völlig unvorbereitet und überfordert davor“, erklärt der 49-Jährige. Bei Norbert Becker, der seit 27 Jahren der theologische Vorstand der Diakonie ist, war Krämer mit seinem Anliegen richtig: „Bei der Aktion geht es nicht nur darum, Spendengelder zu sammeln, sondern auch darum, das Hospiz in der Gesellschaft zu verankern. Was eignet sich dafür besser, als eine sportliche Aktivität“, ist sich Norbert Becker sicher.
Dazu passen auch Krämers Ziele: „Mein sportliches Ziel ist ankommen. Dabei kommt es nicht auf die Zeit an. Zielschluss ist nach 15 Stunden, wenn ich eine Minute vorher ins Ziel komme, bin ich absolut zufrieden. Daran arbeite ich seit Monaten mit vielen Stunden Training pro Woche. Zweitens möchte ich einen möglichst hohen Spendenbetrag erreichen. Und drittens möchte ich auf das Hospiz und die zugehörige Arbeit aufmerksam machen.“
Um das zweite und dritte Ziel voranzutreiben, hat er eine Homepage eingerichtet, auf der sich alle Informationen befinden. Die Spendenaktion soll nicht nur Geld für die Hospizarbeit bringen, sondern auch Götz Krämer an seinem längsten Tag des Jahres zusätzlich motivieren. „Je mehr Leute meine Wettkampfkilometer sponsern, desto besser und länger werde ich mich quälen können.“ Dass er sich auf Schmerzen und Qualen vorbereiten muss, weiß er genau. „Dann wird es wichtig, die Gedanken ans Aufgeben zu verdrängen. Und dabei hilft es mir, dass ich für die gute Sache unterwegs bin“, will der Ausdauersportler seine Unterstützer nicht enttäuschen.
Dass er die 226 Kilometer ganz ohne Leiden hinter sich bringt, glaubt er nicht. Aber das gehört, so paradox es auch klingt, zum Triathlonsport dazu. Je mehr Leute sich für sein Projekt begeistern lassen und Kilometer-Sponsor werden, desto wahrscheinlicher wird es, dass Götz Krämer am Ende des Tages nicht nur das Ziel in Roth erreicht, sondern auch das Hospiz mit einer großen Summe unterstützen kann. (cw)