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Landkreis Südwestpfalz 13.01.2018

„Als Landrätin immer im Dienst“

Dr. Susanne Ganster zieht nach 100 Tagen im Amt eine erste Bilanz

Hat nach 100 Tagen eine erste Bilanz ihrer Arbeit an der Spitze des Landkreises gezogen: Landrätin Dr. Susanne Ganster. (Foto: Scharf)

Sie strahlt Elan aus, wenn sie über ihre ersten 100 Tage an der Spitze des Landkreises spricht: Landrätin Dr. Susanne Ganster hat sich nach dem Amtsantritt am 1. Oktober vergangenen Jahres wenig Pausen gegönnt, um sich in ihre neuen Aufgaben hineinzufinden und politische Projekte voranzubringen. Nach den ersten drei Monaten hat sie aber auch erkannt, dass sie mit ihrer Zeit haushalten muss – und dass sie 24 Stunden am Tag gefordert ist: „Als Landrätin bin ich immer im Dienst.“

LANDKREIS. „Ankommen im Amt“ – unter diesem Motto fasst die 41-jährige CDU-Politikerin ihre vielen Antrittsbesuche und Gespräche zusammen, die sie in den ersten Wochen geführt hat. Gleich am ersten Tag habe sie fast alle der 570 Mitarbeiter in der Kreisverwaltung begrüßt, habe sich dann aber auch auf den Weg zu den Außenstellen gemacht. Und mit dem neuen Personalrat wurden Quartalsgespräche eingeführt, das erste schon geführt. Mit den sieben Verbandsbürgermeistern habe sie ebenso erste Gespräche geführt wie mit den Verwaltungsspitzen der Städte Pirmasens und Zweibrücken, habe sich auch die acht weiterführenden Schulen angeschaut.
Und auch für die Bürger hat sie sich Zeit genommen – nicht nur auf Terminen im Landkreis, sondern auch durch die neue Bürgersprechstunde (siehe Info-Kasten): „Ich will direkt ansprechbar sein für die Bürger.“ Immer wieder geht es um Bürgerservice und Bürgernähe, wenn die CDU-Politikerin ihre erste Bilanz zieht. Da finden dann auch die Müll-App und die Homepage ihren Platz, um auch mit modernen Kommunikationsmitteln den Kontakt zur Bevölkerung zu suchen, ihr persönlicher Referent Thorsten Höh und Andre Schattner werden sukzessive den Internetauftritt ausbauen und modernisieren.
Um Einordnung, um das Erkennen von Aufgaben und Problemen ist es bei den vielen Besuchen und Gesprächen in den ersten Wochen gegangen – durchaus mit praktischen Ergebnissen. Aus den Schulen ist die Landrätin zurückgekommen mit der Erfahrung, dass abgesehen von den generalsanierten Gesamtschulen in Thaleischweiler-Fröschen und Contwig dringend die Sanierung der Toilettenanlagen angegangen werden muss. Wiederfinden soll sich diese Erkenntnis demnächst im Schulbauprogramm.
Ganz oben auf ihrer Agenda hat Dr. Susanne Ganster das schnelle Internet stehen, um die flächendeckende Versorgung mit 50 Megabit pro Sekunde bis Jahresende sicherzustellen, brauche es immer wieder Abstimmungen mit dem Partner Telekom. Schon bis Ende März sollen die ersten Gewerbebetriebe im Landkreis eine schnelle Breitbandverbindung haben, mit der Versorgung der Haushalte wird im Frühjahr begonnen. Wichtig ist der Landrätin auch die Wirtschaftsförderung, die Region müsse schnell zu neuen Gewerbeflächen kommen, wenn Unternehmen erweitern oder sich neu ansiedeln wollen.
Zur Chefsache gemacht hat die Landrätin auch den Umgang mit den Ortsgemeinden. Alle Haushaltsgenehmigungsschreiben der Kommunalaufsicht müssen über ihren Schreibtisch, denn sie will manchen Ärger, der in der Vergangenheit entstanden ist, nun schon im Vorfeld vermeiden mit Gesprächen mit den Ortsbürgermeistern: „Da kann manchmal auch inhaltlich geholfen werden, wo bisher nur Ablehnung war.“
Zu den neuen Akzenten und Themen von Dr. Susanne Ganster zählt die Moderne-Retter-App, damit qualifizierte Helfer in Notfällen alarmiert und vor dem Eintreffen der Rettungsdienste helfen können. Eine Lösung will sie für die Diskussion um den Erhalt der Sirenen finden, setzt sich für die Zukunft der Integrierten Leitstelle in Landau ein. Überhaupt, wenn es um Katastrophenschutz geht, steht die neue Landrätin an vorderster Front. Wegen des Hochwassers im westlichen Landkreis vergangene Woche ist sie früher aus dem Skiurlaub zurückgekehrt und hat sich vor Ort ein Bild gemacht, sich zuvor auch auf der Piste über die Lage informieren lassen.
Eben immer im Einsatz als Landrätin: Um 8 Uhr fängt ihr Arbeitstag in der Kreisverwaltung in der Regel an, endet meist erst am Abend nach späten Terminen und Veranstaltungen – es sei wahrlich kein Acht-Stunden-Tag. Zwei- bis dreimal in der Woche wolle sie aber bei der Familie sein, bekennt Dr. Susanne Ganster. Erleichtert werde ihr der Einstieg in das neue Amt durch das Vorzimmerteam, das ihr eine große Hilfe sei, bis zum Jahresende 2017 habe ihr auch Günter Jung, der langjährige Fahrer ihres Vorgängers, mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Er hat auf eigenen Wunsch nun eine neue Aufgabe, sein Nachfolger ist Konrad Bastian.
Es werde noch eine Weile dauern, bis sie endgültig angekommen ist, betont die neue Landrätin – was auch sichtbar wird an ihrem Arbeitszimmer, das noch mitten in der Umgestaltungsphase ist – es soll ein Arbeitsplatz werden, an dem sie sich wohlfühlt. (glö)