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Aufschwung am Arbeitsmarkt

Der neue Agenturchef Peter Weißler ist überzeugt, dass Erwerbslosigkeit weiter sinkt

Seit 15. Februar steht Peter Weißler an der Spitze der Arbeitsagentur Kaiserslautern-Pirmasens. Am kommenden Montag trifft er sich zum ersten Mal mit Oberbürgermeister Dr. Bernhard Matheis und Bürgermeister Peter Scheidel im Rathaus. Der 54-Jährige geht davon aus, dass im laufenden Jahr auch in Pirmasens die Arbeitslosigkeit weiter zurückgehen wird.

„Die durchschnittliche Erwerbslosenquote des vergangenen Jahres von 12,7 Prozent wird 2017 unterschritten“, war sich Peter Weißler im Gespräch mit der PZ sicher. Denn die Konjunktur laufe derzeit prima, die Unternehmen seien ausgelastet und suchten händeringend Arbeitskräfte. In Pirmasens seien 300 Stellen nicht besetzt. Als Vergleich ging Weißler ins Jahr 2005 zurück. Gleich nach den Hartz-Reformen habe Pirmasens eine Quote von 17,8 Prozent und fast 3 900 Arbeitslose gehabt. Die Arbeitslosigkeit sei im Vergleich mit anderen Städten immer noch hoch. Strukturelle Erwerbslosigkeit lasse sich aber nicht von heute auf morgen beseitigen. Das brauche seine Zeit. Ganz wichtig sei in diesem Zusammenhang die Qualifizierung der Langzeitarbeitslosen durch das Jobcenter, mit dem die Agentur zusammenarbeite.
Wie Weißler berichtete, hat er alle acht Standorte der Agentur bereits besucht. Schließungen seien derzeit nicht geplant. Im Laufe der nächsten Wochen will er sich auch bei Pirmasenser Unternehmen zum Gedankenaustausch vorstellen. Nach seinen Berechnungen gehen in den nächsten zehn Jahren allein in der Stadt 4 400 Menschen in den Ruhestand. Er ist überzeugt, dass es für die Arbeitgeber nicht einfach wird, diese Lücke zu schließen.
Schon im vergangenen Jahr hätten in der Westpfalz 350 Ausbildungsplätze nicht besetzt werden können. In den nächsten Jahre werde die Lücke eher noch größer. Diese Situation eröffne auch Chancen für Arbeitslose und Flüchtlinge. Weitere Zugangskanäle wie etwa die stille Reserve müssten ausgeschöpft werden, um dem Mangel an Fachkräften zu begegnen. Nach den Beobachtungen des Agenturchefs finden derzeit bereits Bäcker und Metzger sowie der Pflege- und Gesundheitsbereich kaum oder nur schwer Nachwuchs.
Peter Weißler ist klar, dass der Arbeitskräftebedarf in der Stadt auch von außerhalb gedeckt werden muss. Von den gut 20 000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten (1 100 mehr als vor zehn Jahren) pendelten fast 11 800 von außerhalb zum Geldverdienen nach Pirmasens. Weißler betonte auf Nachfrage, dass er regelmäßig im Wechsel mit seiner Stellvertreterin Martina Sarter von der Zentrale in Kaiserslautern an den Standort in der Schachenstraße kommen wird: „Mindestens ein- bis zweimal in der Woche“. Am Dienstag und auch gestern hatten ihn Termine in die Stadt geführt. Die 2012 fusionierte Arbeitsagentur deckt die komplette Westpfalz mit den Städten Kaiserslautern, Pirmasens, Zweibrücken und den Kreisen Donnersberg, Kaiserslautern, Kusel und Südwestpfalz ab. (pio)