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Barnsteiner revanchiert sich

Leichtathletik: Läufer aus Landstuhl siegt beim Teufelstisch-Trail vor Mark Weidler

Einen mehr als gelungenen Einstand hatte am Samstag der neu ins Programm des Wasgaucups aufgenommene Teufelstisch-Trail in Hinterweidenthal. Ein großes Starterfeld von 209 Teilnehmern machte sich kurz nach 16 Uhr bei drückenden hochsommerlichen Temperaturen auf die Strecke rund um den markanten Teufelstisch-Felsen, dem der Lauf seinen Namen verdankt.

Bei den Herren siegte Alexander Barnsteiner von der LLG Landstuhl vor Mark Weidler vom TuS Heltersberg. Janika Christmann vom 1. FC Kaiserslautern war die schnellste Frau im Feld vor Verena Becker vom Endurance Team Pirmasens. Komplettiert wurde der zehn Kilometer lange Hauptlauf noch durch einen Sechs-Kilometer-Wettkampf, sowie einen Jugend- und Bambinilauf über 2 000 beziehungsweise 400 Meter. Insgesamt waren fast 300 Läufer für die vier verschiedenen Distanzen am Start.
Der gastgebende SV Hinterweidenthal, insbesondere das Organisationsteam um Matthias Burkhart, war sich noch im Laufe der Woche angesichts der Online-Anmeldungen nicht sicher, ob die 200er Marke erreicht werden sollte. Umso größer war die Überraschung, als kurz vor dem Start des Hauptlaufes aufgrund zahlreicher Nachmeldungen die 200er Grenze fiel. „Wahnsinn, wir sind super zufrieden“, zeigte sich Matthias Burkhart beeindruckt: „Für uns war das erste Mal schon ein Sprung ins kalte Wasser, aber wir haben sehr viel Herzblut investiert und freuen uns natürlich jetzt, dass alles super schön gelaufen ist.“
Die spannende Frage war, ob Mark Weidler seinen Erfolg von Bundenthal, wo er vor 14 Tagen Alexander Barnsteiner überraschend besiegt hatte, wiederholen konnte, zumal ihm noch der Gornergrat-Zermatt-Marathon von letzter Woche in den Beinen steckte.
Favoritin bei den Damen war wie schon in Bundenthal Janika Christmann, die auch 2016 den Gesamtcup gewonnen hatte. Dahinter aber konkurrierten zwei Frauen um Platz zwei, wo man nicht genau wusste, wie beide in der direkten Konkurrenz einzuschätzen waren. Da war zum einen Dr. Verena Becker aus Lemberg, die nach einem fünften Platz beim Cupauftakt in Spirkelbach und einem dritten Rang beim Felsenlandlauf zurzeit richtig gut unterwegs ist. Dann war da aber noch Pia Winkelblech von der Landau Running Company. In der Westpfalz nicht so bekannt, ist sie in der Vorder- und Südpfalz eine feste Größe unter den Läufern.
Begleitet vom dröhnenden Heavy-Metal-Sound „Highway to Hell“ ging das Läuferfeld auf die Strecke. Zunächst relativ eben bis etwa auf Höhe vom Salzwoog, zog sich das Feld allerdings beim ersten giftigen Zickzack-Anstieg schon gut auseinander. Als erster Läufer bog Alexander Barnsteiner auf die zweite Schleife hinauf zum Teufelstisch ein, knapp 100 Meter hinter ihm Mark Weidler. Barnsteiner konnte seinen Vorsprung sogar noch auf fast 400 Meter ausbauen und lief mit einer fantastischen Endzeit von 41:53,7 Minuten über die Ziellinie. Zweiter wurde Weidler mit fast 1:20 Minuten Rückstand. Damit war Barnsteiner die Revanche für seine Niederlage gegen Weidler vor 14 Tagen beim Felsenlandlauf in Bundenthal gelungen. „Herzlichen Glückwunsch an Alex. Er ging beim ersten Zickzack an mir vorbei und ich hatte keine Chance ihm zu folgen“, gratulierte Mark Weidler seinem härtesten Konkurrenten.
Janika Christmann führte schon deutlich nach der Hälfte der Strecke bei den Damen. Dahinter aber kam es zum Zweikampf Becker-Winkelblech. Lag Verena Becker zur Halbzeit noch 20 Sekunden hinter Pia Winkelblech, so konnte sie ihre Konkurrentin auf dem Weg zum Teufelstisch nicht nur überholen, sondern ihr sogar noch mehr als 40 Sekunden bis ins Ziel abnehmen. „Es war sehr anstrengend, besonders die Treppenstufen zum Teufelstisch hinauf. Mir steckte auch noch der Stubai Ultra Trail Innsbruck in den Knochen“, kommentierte Winkelblech ihren dritten Platz.
Den Sechs-Kilometer-Lauf gewann der zwölfjährige Schüler Linus Schmid von der MTG Mannheim (31:05,7) gefolgt von zwei Läufern des SV Hinterweidenthal: Marco Foland (33:13,7) und Lukas Werner (36:50,6). Schnellste mit 39:13,2 Minuten war wie auch schon vor 14 Tagen in Bundenthal die ebenfalls erst zwölf Jahre alte Jule Stuppi von der SG Bruchweiler. Den Jugendlauf gewann der 14-jährige Finn Fath vom SLS Team; schnellstes Mädchen war Maja Stein vom SVH.
Nach der erfolgreichen Premiere des Teufelstisch-Trails kommt die Frage nach der Zukunft auf. Nach einhelliger Meinung der Teilnehmer ist der Teufelstisch-Trail ein toller Lauf, der fester Bestandteil des Wasgaucups werden sollte. Da aber im nächsten Jahr wieder der Shoeworker Hard Trail auf dem Programm stehen wird und auch die anderen Veranstaltungen so bleiben sollen, wird man entscheiden müssen, ob der Cup aufgebohrt werden oder welche Veranstaltung im Jahr 2018 pausieren soll.