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Film 07.09.2017

Champagner und Slapstick

Liebeskomödie „Paris Barfuß“ überaus unterhaltsames Leinwanderlebnis

So charmant ist noch nie jemand in den Fluss gefallen. Die Bibliothekarin Fiona ist bei ihrem ersten Besuch in Paris so hingerissen vom Anblick des Eiffelturms, dass sie sogar ihre Schüchternheit überwindet. Sie spricht einen Jogger an, damit er sie fotografiert. Dann aber kippt sie vor lauter Aufregung rückwärts von der Brücke und mit einem lauten Platsch in die Seine. Auf dem Foto sind nur ihre Beine zu sehen, die senkrecht aus dem Rock ragen, während sie fällt.
Fionas Sturz in die Seine ist der Auftakt zu einer wilden Verfolgungsjagd, die viele Fans des Slapstickkinos verzaubern dürfte. Die Szene stammt aus dem Film „Paris Barfuß“, in dem die belgisch-kanadischen Komiker Dominique Abel und Fiona Gordon mit viel Humor eine zauberhaft absurde Liebesgeschichte erzählen.
Zu Beginn des Films erhält Fiona (Fiona Gordon) überraschend einen Anruf. Die Kanadierin, die zurückgezogen in einem verschneiten Dorf lebt, soll ihrer Tante Martha (Emmanuelle Riva) in Paris zu Hilfe eilen. Denn Martha soll ins Altersheim. Und das, obwohl sie gerade mal 88 Jahre alt ist. Lächerlich! – findet Martha. Deshalb flieht sie vor der Pflegerin, die sie holen will. Das hat Folgen.
Denn nun kann auch Fiona ihre Tante nicht finden. So irrt sie durch die Stadt, und plumpst schließlich in die Seine. Sie wird zwar gerettet, aber ihr Rucksack, ihr Pass und ihr Bargeld bleiben im Fluss. Zur Freude des Obdachlosen Dom (Dominique Abel), der ihre Sachen findet und den Fund mit Champagner begießt. Doch dann trifft er zufällig auf Fiona. Nach ersten Zwistigkeiten begibt sich das ungleiche Paar auf die Suche nach Martha und damit auf ein ganz und gar verrücktes Abenteuer.
Die versierten Darsteller machen aus der Komödie „Paris Barfuß“ ein überaus unterhaltsames Leinwanderlebnis. Ein Beispiel: Die Szene, in dem Riva und Richard auf einer Parkbank sitzen und mit ihren tanzenden Füßen flirten, darf wohl als Anwärter auf eine der schönsten Liebesszenen der Filmgeschichte gelten.