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Stadt Pirmasens 06.01.2017

Der Umgehung einen Schritt näher

Niedersimten: Staatssekretär Becht dämpft Erwartungen auf schnelle Lösung

Vermutlich im Laufe des nächsten Jahres wird entschieden, ob für Niedersimten eine Ortsumgehung gebaut wird. Der Staatssekretär im Mainzer Verkehrsministerium, Andy Becht (FDP), verwies gestern beim Besuch in dem Pirmasenser Ortsbezirk auf knapp über 100 ähnliche Vorhaben im Land.

Er kündigte an, dass deshalb noch in diesem Jahr ein Mobilitätskonsens mit diesen offenen Vorhaben erarbeitet werde. Daraus werde dann eine Prioritätenliste entwickelt. Auch eine Ortsumgehung Niedersimten werde im Rahmen des Verfahrens, für das es klare Kriterien geben werde, geprüft.
Bürgermeister Peter Scheidel sagte, die Stadtverwaltung stehe hinter einer Brückenlösung, wie sie vor einigen Jahren bereits im Rahmen einer Diplomarbeit vorgeschlagen worden sei. Für Niedersimten mit seiner beengten Tallage sei dies die einzige zukunftsfähige Lösung. Die derzeitige Situation sei nicht förderlich für die Entwicklung des Ortes. Um die Umgehung anzubinden, habe die Stadt in der Bauleitplanung bereits Flächen am Kreisel in der Blocksbergstraße freigehalten.
Edwin Münch von der vor einigen Monaten gegründeten Bürgerinitiative „Simter Bürger“ sagte an Staatssekretär Becht gewandt, an einer Ortsumgehung führe kein Weg vorbei. Durchschnittlich würden jeden Tag rund 8 000 Autos durch den Ort rollen. Die Bürger hätten den Lärm und die Abgase schon lange satt. Münch betonte, Zählungen hätten gezeigt, dass selbst an den Weihnachtsfeiertage das Verkehrsaufkommen mit 6 000 Autos/Tag trotz Ferienzeit und Freigabe der K 4 bei Erlenbrunn sehr hoch gewesen sei. Er und andere Vertreter der Initiative riefen außerdem in Erinnerung, dass die Niedersimter seit nunmehr 20 Jahren auf eine Entlastung warteten. Diese lange Zeit unterstreiche die Dringlichkeit des Projekts. Kurt Sennewald hatte mit seinem Ortsvorsteherbudget ein mobiles Zählgerät eingeschafft. Die Auswertung vom 23. bis 31. Dezember mit insgesamt 62 715 Fahrzeugen überreichte er Becht. Sennewald sagte zur PZ, er werde die Bürgerinitiative weiter unterstützen und er freue sich, dass sich die Stadtverwaltung jetzt aktiver einbringe und eine Feinstaubmessung beantragt habe. Das Treffen mit Staatssekretär Becht sei sehr gut gelaufen und habe Niedersimten einen Schritt weiter gebracht.
Das Treffen der Niedersimter mit dem Mainzer Staatssekretär Andy Becht hatte der Pirmasenser FDP-Landtagsabgeordnete Steven Wink eingefädelt Er versprach, sich in Mainz weiter für eine Ortsumgehung stark zu machen. An dem Treffen nahmen auch die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land, Silvia Seebach, sowie Bürgermeister von Hackmesser-Gemeinden teil.
Um das Vorhaben zu befördern, wurde angeregt, die Ortsumgehung bei der Fortschreibung in den Regionalen Raumordnungsplans Westpfalz aufzunehmen. Staatssekretär Becht war von der freundlichen Atmosphäre im Rehtalsaal überrascht und lobte die konstruktiven Gespräche. Er dämpfte aber auch die Hoffnungen auf einen schnellen Bau der Straße, deren Kosten vor einigen Jahren mit 14,2 Millionen Euro veranschlagt waren. Der FDP-Politiker versprach, er sei zu weiteren Gesprächen bereit. (pio)