Anzeige FlixBus 9€ Aktion

PZ-Sonderthemen

PZ-Kur 2016

Bildergalerie

Das Wetter heute

Digitales Probeabo

Heimat-Jahrbuch / Heimatkalender

JUPI

Sonderveröffentlichungen B 10

Telefonsuche

Junges Pirmasens 11.12.2013

Die "PitBullS" steigen in die Formel 1 ein

Pirmasenser Team entwickelt Miniatur-Rennwagen

Das Logo der "PitBullS". (Foto: Stegner)

Die Formel 1-Saison 2013 ist zu Ende gegangen, für sieben Schüler des Technikgymnasiums an der Berufsbildenden Schule Pirmasens hat sie gerade erst begonnen. Denn sie nehmen als Team "PitBullS" am internationalen Technologie-Wettbewerb teil, entwickeln, fertigen einem Miniaturrennwagen und schicken diesen anschließend im Pirmasenser Dynamikum ins Rennen.

Die Initiative ging von Dynamikum-Geschäftsführer Rolf Schlicher aus. Letztes Jahr fand in dem Pirmasenser Museum erstmals der Regionalwettbewerb statt, im nächsten Jahr gehen hier wieder die Mini-Boliden vom 28. bis 29. März 2014 ins Rennen, diesmal mit Pirmasenser Beteiligung.
Udo Bracke, Lehrer für Holztechnik und Mathematik am Technikgymnasium, konnte sechs Schüler seines Leistungskurses Mathe auf Anhieb für den Wettbewerb begeistern. "Das war zu meiner Überraschung gar kein Problem", meint Bracke. Dabei wartet auf die 17- und 18-Jährigen eine anspruchsvolle Aufgabe, die ihnen auch viel Arbeit außerhalb des Unterrichtes abfordern wird.
Professionalität ist wie in der großen Formel 1 gefragt. In der Schule haben die sechs einen eigenen Teamraum, die Rollen wie Teammanager, Ressourcenmanager, Produktionsingenieur, Konstrukteur oder Grafikdesigner sind verteilt.
Zu den ersten Aufgaben gehörte die Entwicklung einer eigenen Identität, mit der das Team nach Außen hin auftritt. Dazu wurde der Teamname und das Logo "PitBullS" entwickelt. Es enthält PS für Pirmasens, Pit steht für den Boxenstopp und der Bulle symbolisiert den Pirmasenser Stier. Die Rennwagenkonstrukteure müssen ihr Team auch vermarkten, dazu braucht es zum Beispiel Visitenkarten, einen Internetauftritt und die Kommunikation mit den Medien.
Für die Entwicklung des Modells steht den Schülern eine 3D-CAD-Software zur Verfügung. Der zu konstruierende Rennwagen muss viele Voraussetzungen erfüllen, die auch von einen richtigen Formel 1-Auto gefordert werden, wie ihn Weltmeister Sebastian Vettel fährt. Die Erstellung eines 3-D-Modells, die Ableitung von Konstruktionszeichnungen oder fertigungsgerechtes Konstruieren gehört dazu.
Ist dies alles erledigt, muss der Wagen auf einer computergesteuerten CNC-Maschine aus einem Balsaholzblock gefräst werden. Danach steht die Lackierung und die Montage des Fahrwerkes an, ehe die Aerodynamik im Windkanal getestet wird. Richtig ernst wird es schließlich beim Regionalwettbewerb nächstes Jahr im Dynamikum.
In einer Dokumentationsmappe ist die komplette Entwicklung des Autos festzuhalten. In einem achtminütigen Vortrag müssen die Teams ihre Arbeit vorstellen. Auch ein Infostand gehört dazu. Dann wird das Fahrzeug, angetrieben von einer Gaspatrone, über die 20 Meter lange Rennstrecke gejagt. Entscheidend ist neben der Geschwindigkeit die gesamte Teamleistung von der Konstruktion bis hin zur Präsentation.
Zurzeit sind die jungen Leute auf der Suche nach Sponsoren, denn außer der Konstruktionssoftware gibt es nichts kostenlos. "Wir brauchen Geld, aber auch Paten, die uns mit Sachleistungen unterstützen", sagt Udo Bracke. Ihre Hilfe haben bereits der Lions-Club, das Stadtmarketing und die Firma Klaus Germann Umweltschutz GmbH zugesagt. Die Druckerei Gabriel wird Flyer drucken.
Einen Sponsor sucht das Team noch, der es hardwaretechnisch unterstützen könnte. Als Fotografin konnte Jasmin Schäfer gewonnen werden. Das Auto wird von der Firma FWB Kunststofftechnik GmbH aus Pirmasens mit einer 5-Achs Fräsmaschine gefräst. Die Firma hat als Spezialist im konstruktiven und frästechnischen Bereich volle Unterstützung zugesagt.
Andreas Schaudt (www.fabbmatic.com) gehört ebenso zu den Unterstützern. Er fertigt die Modelle vorab als 3D-Modell mit seinen 3D Druckern. Geplant ist auch, dass das Team nach einer Einweisung und einem Seminar selbst einen Drucker temporär für Experimente zur Verfügung gestellt bekommt.
Wer den "PitBullS" helfen will, kann sich mit Udo Bracke unter support@f1.bbspirmasens.de. in Verbindung setzen. Die PZ wird regelmäßig über den Fortschritt bei der Entwicklung des Formel 1-Boliden und die Arbeit des Racing-Teams berichten. (fjm)