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Stadt Pirmasens 12.10.2017

Die Spenden aus Pirmasens sind verbaut

Olav Schmidt, ehemaliger Pastor an der evangelisch-methodistischen Zionskirche in Pirmasens, hat sich aus dem afrikanischen Malawi, seiner neuen Wirkungsstätte, gemeldet: Die am 5. Dezember kurz vor der Einweihung von einem Sturm beschädigte Kirche in der Stadt Ngabu ist repariert und mittlerweile auch eingeweiht.

Nach Angaben des Pastors, der seit August 2016 im Südosten Afrikas als Ausbilder tätig ist, hat die Reparatur des Daches rund 2 000 Euro gekostet. 17 Spender aus Pirmasens hatten nach dem PZ-Bericht an Heiligabend 1 140 Euro beigesteuert. Den Rest hat die evangelisch-methodistische Kirche aus deutschen  Spendengeldern finanziert. In einer E-Mail an die PZ schildert der Pastor, dass  bei der Reparatur der Kirche, in die auch ein Kindergarten integriert ist, immer wieder Hindernisse aus dem Weg zu räumen waren. Unter anderem sei das Baumaterial knapp geworden und deshalb  auch die Preise gestiegen. Das Dach  war zwar seit längerem wieder in Schuss. Doch mitten in der Regenzeit  und im heißen Sommer mit schweißtreibenden Temperaturen von über 40 Grad habe niemand die Eröffnung feiern wollen, schreibt der ehemalige Pirmasenser Pastor.
Doch jetzt wurde ein Termin gefunden. Die  Gemeinde und die geladenen Gäste mussten allerdings ganz viel Sitzfleisch mitbringen. Der offizielle Teil  dauerte eine Stunde. Mehrere Redner hätten den  Spendern aus Pirmasens gedankt. Zuvor war das obligatorische Band durchschnitten worden und die Mädchen und Buben des Kindergartens hatten dazu ein Lied gesungen. Anschließend zeigten sie, was ihnen ihr Erzieher alles beigebracht hat. Der Superintendent betonte in diesem Zusammenhang, dass die Methodisten als einzige Kirche Kindergärten in den entlegenen Regionen des bitterarmen Landes Malawi betrieben. Seine Frau hob hervor, dass auch die  Mädchen ein Recht auf Bildung hätten.
Pastor Olav Schmidt und seiner Familie geht es in Blantyre, einer Stadt mit 800 000 Einwohnern, nach eigenen Angaben gut. Den beiden Kindern gefalle es in der Schule und auch die Arbeit gehe gut voran. „Wir genießen die Wärme, die Schönheit der Landschaft, die Freiheiten und die Freundlichkeit der Menschen“, schreibt der Geistliche. Von größeren Krankheiten sei die Familie verschont geblieben. Nach über einem Jahr sei auch das Haus weitgehend renoviert. Die Familie habe deshalb mehr Zeit, um Chichewa, neben  Englisch die Amtssprache, zu lernen.
In Blantyre sind es derzeit gut 30 Grad. Es ist Trockenzeit. Das heißt, es gibt an manchen Tagen nur ein paar Stunden Strom, weil die Wasserkraftwerke nicht laufen. Auch die Versorgung mit Frischwasser ist ein Problem. Ein hauseigener Puffertank und Akkus helfen den Schmidts in solchen Notzeiten über die Runden. Zurzeit  bereitet der Pastor  die Jahresberichte vor und schreibt Projektanträge. Wie er betonte, versucht er trotz der Büroarbeit Kontakt zu den Gemeinden auf dem flachen Land zu halten. Vor kurzem war er bei  Schäfchen in Kalikumbi im Norden von Malawi. Nach der Hauptstraße ging es  zwei Stunden auf unbefestigten und teilweise abenteuerlichen Wegen zur der neu gegründeten Gemeinde, die sich in einer einfachen Blätterdachhütte trifft. (pio)