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Kultur 30.09.2017

Ein halbes Jahrhundert Unterhaltungsmusiker

Klaus Dieter Keilhauer startet 1967 seine Musikerkarriere

Er weiß es noch genau, vor 50 Jahren, am 10. September, stand Klaus Dieter Keilhauer zum ersten Mal mit einer Band auf der Bühne: Im Peterhof in Rodalben bei einer Beat-Party, wie das damals hieß. Die Band hieß „Cheetas“, der Veranstalter war der VSTM, die Vereinigung der Stenografen und Maschinenschreiber Rodalben, der Conférencier des Abends war Bernhard Pyka, erinnert sich der Musiker gut. Spätestens ab diesem Zeitpunkt bestimmte die Musik das Leben Keilhauers.
„Die Initialzündung war natürlich, wie für viele, die Beatles“, sagt der nun 65-Jährige. Rolling Stones, Spencer Davis Group, das waren seine Helden und die Titel wurden in Tanzmusik-Combos natürlich nachgespielt. Dazu auch gerne Souliges, wie „Mustang Sally“ und Verwandtes. Keilhauer lernte Gitarre, sang. Wegen der Bundeswehr kam er nach Bayern, spielte dort in einer Band, die sich „Silhouettes“ nannte.
Danach lebte Keilhauer mit seiner Familie im Münsterland. Was bei uns in der Pfalz die „Amis“ mit ihren Clubs waren, „musikalische Entwicklungshelfer“ und die Möglichkeit für Bands, in den Militär-Clubs zu spielen, das waren im Münsterland und nördlicher die Engländer, sagt Keilhauer, der seit dieser Zeit auch seinen Spitznamen „Caddy“ weghatte. Denn die Initialen seiner Vornamen sprachen die Soldaten von der Insel „Kay-Dee“ aus: „Daraus wurde Caddy.“ Und unter diesem Namen tritt er auch heute noch auf.
Beruflich arbeitete der gelernte Fernseh- und Elektrotechniker im Vertrieb bei einer Elektronikfirma und nebenbei als Gitarrenlehrer. „Mit der Band „Hattricks“ spielten wir damals alles“, sagt er. „Auch als Begleitung für „Nina und Mike“, zum Beispiel, oder mit dem Jochen-Brauer-Sextett.“
So intensiv integrierte sich der Pfälzer ins Nordrhein-Westfälische, dass er als „Jupp von der siebten Sohle“ im Karneval nicht nur Partymusik machte, sondern auch Büttenreden hielt. Das Wichtigste aus dieser Zeit: „Ich habe damals meine Liebe zu Country und Western entdeckt“, sagt Caddy, und diese Liebe sei bis heute geblieben. Und auch die Skiffle-Band aus Dortmund hat in der Pfalz Auferstehung gefeiert, mit der „Jolly Good Fellows Skiffle Company“ ist Caddy heute noch unterwegs.
In Rodalben lebt der in die Pfalz zurückgekehrte Musiker, in Pirmasens geboren und auf der Biebermühle aufgewachsen, seit 2003. Keilhauer ist nun seit längerem als Alleinunterhalter unterwegs und gibt auch Musikunterricht. Fürs Gitarrespielenlernen hat er eine eigene Technik entwickelt: Die „Zielfinger-Methode“. Auch mit „Caddy & Co“ ist er unterwegs und mit Rainer Stretz tritt er als Mundart-Duo „De Ähnd und de Onner“ auf.
Ans Aufhören denkt der Musiker noch lange nicht. Er unterrichtet weiter Gitarre und Keyboard und auch Ukulele und tritt auf. Neuerdings auch gerne in Seniorenheimen in der Region. „Da kommt immer sehr positiv was zu mir zurück“, sagt Caddy. Und das Tanzcafé „Vergissmeinnicht“ der Alzheimer-Gesellschaft in Pirmasens sei hier ein ganz tolles Projekt, das er sehr gerne mit seiner Musik unterstütze. (mfu)