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Landkreis Südwestpfalz 22.08.2016

Ein Weltenbummler auf Heimatkurs

Klaus Scherer dreht für TV-Reportage in der Südwestpfalz

Südwestpfalz. Pazifik, Nordamerika, Alaska, die Arktis, Japan, Sibirien – ARD-Reporter und Grimme-Preisträger Klaus Scherer hat mit seinen Reisereportagen aus aller Welt die Fernsehzuschauer begeistert. Den in Pirmasens geborenen, in Nünschweiler aufgewachsenen und jetzt in Hamburg heimischen Journalisten zieht es jetzt zurück in die Heimat – für eine TV-Reportage.

„Mitte September drehe ich tatsächlich einmal in der Pfalz. Ich bereise für die ARD und den NDR Deutschland, ähnlich angelegt als wäre es Alaska: Mit Blick auf Landschaften, bei kantigen Protagonisten“, sagt Klaus Scherer. Er hat eine  Besucherin aus Japan an seiner Seite, die Deutschland mit ganz anderen Augen sieht. Und natürlich  geht es dabei auch oft ums Essen.   PZ-Redakteur Franz-Josef Majer sprach mit Klaus Scherer über sein neues Projekt.

Als  Weltenbummler sind Sie diesmal in Deutschland unterwegs: Was können die Zuschauer erwarten?
Scherer: Das gleiche Staunen über einen Berggipfel im Abendrot, ein Tal im Frühnebel oder einen Flug über Küsteninseln wie in anderen Weltgegenden auch. Und ähnlich kantige Menschen, mit denen wir jeweils unterwegs sind. Zudem reist eine junge Japanerin aus Tokio mit mir, die noch ganz eigene Fragen an uns Deutsche hat.
 
Was reizt Sie an dem Thema?
Scherer: Die Idee, einmal ähnlich neugierig und unbefangen auf mein eigenes Land zu blicken wie auf die Südsee oder Alaska hatte ich schon lange. Auch als Auslandskorrespondent habe ich ja reichlich Übung mit der Außensicht, sowohl auf fremde Welten wie Japan, als auch nach der Rückkehr auf die eigene, in der man dann ja auch ein wenig fremdelt. Azusa, meine Co-Autorin, toppt das natürlich noch, da bin ich dann eher der Gastgeber, im alltäglichen, augenzwinkernden Kulturvergleich.
Wohin führt euch die Deutschland-Tour?
Scherer: Wir reisen von der Allgäuer Alm bis zum Nordzipfel von Sylt, ob nun wandernd an der Seite von Kuhhirten und Deichschäfern, auf dem Rheindampfer oder in der Güterlok. Immer geht es um Menschen, die sich täglich in bildstarken Szenen bewegen. Wir tauchen auch mit Höhlenforschern ab oder steigen mit dem dienstältesten Dachsteinmetz auf den Kölner Dom. Und natürlich geht es oft ums Essen: Azusa möchte sehen, wie Wurst gemacht und Brot gebacken wird. Auf einem Nordseekutter kostete sie Labskaus und beglückte dafür umgekehrt den Bootsmann mit japanischen Natto-Bohnen. Übrigens ein fermentiertes, klebriges Zeug, das auch ich noch in schrecklicher Erinnerung habe. Da wird kein Zuschauer wegschalten.

Was wollt ihr wann in der Südwestpfalz unter die Lupe nehmen?
Scherer: Wir drehen Mitte September den hoffentlich lohnenden Ausblick von der Wegelnburg bei Tagesanbruch und versuchen uns danach mit einem erfahrenen Kletterführer an der Anebos bei Annweiler. Und Azusa lernt, wie Sauerkraut hergestellt wird, auf der Kneispermühle im Wallhalbtal.
 
Gibt es schon einen Titel und wann wird gesendet?
Scherer: Da wir in Hamburg auch einem japanischen Koch über die Schulter schauen, haben wir das Projekt „Sauerkraut und Sushi“ genannt. Wir planen eine längere Reportage für die ARD im Frühjahr und danach einen Zweiteiler für die NDR-Reihe „Länder, Menschen, Abenteuer“. Auch da ein Sonderformat, denn es ist überhaupt das erste Mal, dass wir dafür im Inland unterwegs sind.