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Emoji – Der Film und das Phänomen Emoji

wikimedia.com (https://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/6/63/The_Emoji_Movie_film_poster.jpg)

Einer der Filme, der derzeit in den Kinos läuft, ist Emoji - Der Film. Der Film erzählt die Geschichte von Emojis - die kleinen Ideogramme mit verschiedenen Gesichtsausdrücken und unterschiedlichem Aussehen, die auf der ganzen Welt bekannt sind und in SMS und Chats, wie z. B. auf Facebook oder Skype benutzt werden. Es war wahrscheinlich höchste Zeit, dass ein Film zu den kleinen Gesichtern gedreht wurde. Sie sind ein bereits seit Jahren nicht mehr wegzudenkendes Phänomen, das unsere heutige Kultur stark geprägt hat.

Eine Emoji-Abenteuergeschichte

Im Mittelpunkt des Films steht das Emoji "Meh" (das in etwa die Emotion "unbeeindruckt" ausdrücken soll). Das junge Emoji schafft es nicht, im entscheidenden Moment (nämlich in dem es von einem Nutzer verwendet wird) das richtige Gesicht aufzusetzen. In der Welt der Emojis hat "jeder eine Aufgabe und die muss er perfekt draufhaben". Meh versagt in dieser Hinsicht allerdings kläglich. Mal hat er eine dicke, schwarze Brille auf, mal wirkt er erschreckt, mal wirken die Emotionen ganz durcheinandergewürfelt. Um sich in der Welt der Erwachsenen (die ihre Gesichtsausdrücke alle perfekt beherrschen) zu beweisen, möchte Meh das Problem lösen. Meh und seine Freunde wollen das Handy verlassen und den richtigen Code finden, damit Meh es schafft, das richtige Gesicht aufzusetzen.

Der 1,5-stündige Film, der von Michelle Raimo und Sony Pictures Animation produziert wurde, enthält die Stimmen von Anna Faris (bekannt aus dern ersten vier Scary-Movie-Filmen), Maya Rudolph (die mit Filmen wie Brautalarm ihren Bekanntheitsgrad steigerte), Patrick Stewart (vor allem bekannt für seine Rolle als Captain Jean-Luc Picard in den Star-Trek-Filmen) und der Popsängerin Christina Aguilera. Der Film, der am 28. Juli 2017 in den USA in die Kinos kam, machte dort einen Umsatz von 72 Millionen Dollar (Stand: 21.8.2017). Er kam am 3. August 2017 in Deutschland in die Kinos und erreichte bis zum 21. August 308.706 Besucher. Das Budget des Films von Regisseur Tony Leondis lag bei 50 Millionen Dollar.

Insgesamt erhielt der Film keine guten Bewertungen. Die Süddeutsche Zeitung schrieb am 1. August 2017: "Die Witze sind flach, die Charaktere Stereotypen. Das Schlimmste an ‚Emoji - der Film‘ ist aber das schamlose Product Placement." Helen O’Hara von der Website Empire erklärte, dass es verlockend sei, die Filmkritik mit einem Daumen-runter-Emoji zusammenzufassen. Daher rät sie dem Publikum, sich keine Hoffnungen zu machen. Die Wertung, die der Film bei der Filmkritikwebsite Rotten Tomatoes erhielt, lag nur bei 8 %. IMDb gab ihm 1.9 aus 10 Punkten und Metacritic 10 %. Die wohl beste Wertung kam von Google-Nutzern, die aber ebenfalls nur enttäuschende 23 % für den Film übrig hatten. (Stand der Bewertungen: 20. August 2017)

Das Phänomen Emoji

Entstanden sind Emojis in den 1990er Jahren, wurden zuerst auf japanischen Mobiltelefonen verwendet und danach zum Trend, nachdem sie auch auf dem iPhone Verwendung gefunden haben. Android-Geräte folgten dem Beispiel des iPhones. Der Name bedeutet so viel wie Piktogramm und ist eine Zusammensetzung aus den japanischen Wörtern e und moji, was grob übersetzt Bild und Schriftzeichen bedeutet. Im Jahr 2015 wurde die kulturelle Relevanz von Emojis von Oxford Dictionaries anerkannt, nachdem das Emoji, das ein lachendes Gesicht mit Freudentränen darstellt, vo m berühmten Wörterbuch zum "Wort des Jahres" benannt wurde.

Mit der Anerkennung der kleinen Piktogramme von einem der bekanntesten Wörterbücher der Welt wird die Bedeutung, die die Emojis heute besitzen, offensichtlich. In der heutigen Popkultur sind sie immer wieder ein Thema. Die App YourMoji lässt Nutzer beispielsweise eigene Emojis erstellen. Diese werden zum Beispiel aus Selfies gemacht, die als Emoji dann über Chats versendet werden können. Es ist sogar möglich, eine Ausgabe von Moby Dick zu kaufen, die in Emojis geschrieben wurde. Das Ganze gilt als Übersetzung und die Emojis stehen im Buch über dem ursprünglichen Text. Es gibt ebenso Emoji-Kissen, in der Form der Ideogramme, die auch Regenbogen Einhörner und die beliebten Affen enthalten. Für Partys gibt es jede Menge Emoji-Luftballons zu kaufen und es gibt auch Spiele zum Thema. Unter anderem gibt es welche für WhatsApp wie Tweetweather, ein Spiel, das Wahrheit oder Pflicht ähnelt, und bei dem Emojis eingesetzt werden müssen. Ebenso gibt es Brettspiele wie Emoji, bei dem Spieler Bilderrätsel lösen müssen, und ein Slotspiel namens Emoti Coins, bei dem Abbildungen der berühmtesten Emojis enthalten sind sowie Felder für LOL und Wild für die Wild Cards im Spiel. Bei der Re:publika 2014 fand ein Emoji-Karaoke-Spiel statt, bei dem Teilnehmer schnell einen Liedtext in Emojis übersetzen sollten. Auf Pinterest sind eine Reihe von Emoji-Produkten wie Blumentöpfe und Weihnachtsbaumschmuck zu finden.

Inzwischen wird auch ein unoffizieller Feiertag, der Emojis ehrt, der Welt-Emoji-Tag, gefeiert. Er findet am 17. Juli statt und wird seit 2014 jedes Jahr ausgetragen. Der Tag wurde angeblich ausgewählt, da der 17. Juli auf dem Emoji-Kalender zu sehen ist. Mit Emoji - Der Film ist nun auch ein Film zum Thema erschienen, der Meh und seine Freunde durch ein Abenteuer begleitet und die Persönlichkeiten der Ideogramme zum Vorschein bringt. Der Film wird in verschiedenen lokalen Kinos gezeigt.

Unten ist der Trailer zum Film zu sehen: