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Aus aller Welt 07.10.2017

Genaues Motiv bleibt diffus

Der Amoklauf am Münchener Olympia-Einkaufszentrum im Juli vergangenen Jahres war nach Ansicht eines von der Stadt beauftragten Gutachters ein rechtsextremes Hassverbrechen. Der Täter David S. sei ein sogenannter „einsamer Wolf“ gewesen, der einen Terroranschlag verübt habe, sagte der Politikwissenschaftler Florian Hartleb gestern in München. Dass sich S. vorrangig für Mobbing in der Schule habe rächen wollen, reiche als Erklärung nicht aus.
Auch der Berliner Professor für Politikwissenschaft und Soziologie Christoph Kopke sieht ein rechtsextremes Hassverbrechen, ungeachtet der psychischen Erkrankungen von David S. – seine Opfer habe er nach rassistischen Kriterien ausgewählt. Die Münchner Staatsanwaltschaft bleibt dagegen bei ihrer Einschätzung. „Wir sehen nach wie vor das vom Täter erlittene Mobbing im Vordergrund“, sagte die Oberstaatsanwältin Gabriele Tilmann. (Foto: dpa)