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Gesellig grillen an der Feuerplatte

PZ-Serie „Ran an den Grill“: „Westpfalz BBQ“ mit dem Zweibrücker Felix Zech

. Sommerzeit ist Grillzeit. Viele frönen dieser Leidenschaft, aber nur mit Holzkohlefeuer ist es nicht mehr getan. Manche bauen sich auch ihren Grill selber, kreieren eigene Rezepte oder organisieren richtige Grillevents. Wenn auch Sie zu die begeisterten Grillern gehören, dann schreiben Sie uns eine kurze Mail an kreis@pirmasenser-zeitung.de oder rufen Sie an (06331/800560). In einer Serie stellen wir nämlich Grillfans vor. Den Anfang macht Felix Zech aus Zweibrücken.

Der 31-Jährige experimentiert nicht nur mit den Zutaten für seine Gerichte, sondern auch mit diversen Grills. Nun steht in seinem Garten seit einigen Wochen ein Gerät, das der nächste große Trend für Grillfreunde werden könnte: eine Feuerplatte.
Sie hat einen Durchmesser von 1,2 Metern, ist aus sechs Millimeter starkem Stahl und hat in der Mitte ein Loch mit einem Durchmesser von 25 Zentimetern. Diese Platte liegt auf einem 200-Liter-Fass, das früher zur Lagerung von Speiseöl diente. „Solche Tonnen kennen sicherlich viele Leute, die benutzt man auch einfach um Feuer drin zu machen oder – so wie ich bisher – mit einer Tischplatte drauf als Stehtisch“, sagt Zech.
Unter der Platte befindet sich ein Feuerkorb, der durch das Loch befüllt werden kann. „Sobald das Holz brennt, kann es eigentlich los gehen“, erklärt Zech. „Die Temperatur rund um das Lüftungsloch ist relativ schnell da, mit der Zeit vergrößert sich die Grillfläche noch einmal, der heiße Radius wächst.“ Allerdings nicht bis zum Rand, da bleibt die Platte so kalt, dass man sie ohne Probleme anfassen kann.
Die Konstruktion hat er selbst gebaut. „Ich habe so etwas im Internet gesehen“, berichtet Zech. Er beschäftige sich viel mit dem Thema Grillen speziell und Genuss im Allgemeinen. Dazu liest er Fachzeitschriften und ist auch in dem ein oder anderen Internetforum aktiv. „Die Stahlplatte musste ich mir natürlich zuschneiden lassen. Die Tonne hatte ich noch als Stehtisch, aber da hatte sie ihre besten Zeiten hinter sich, also habe ich sie umfunktioniert“, sagt Zech. Der Feuerkorb macht der Marke Eigenbau alle Ehre, dabei muss Zech selbst ein bisschen schmunzeln. „Das ist das Sicherheitsgitter von einem alten Ventilator. Aber es passt genau rein und erfüllt seinen Zweck“, so Zech.
Beim Grillen selbst wird die Platte rund um die Öffnung am heißesten und zum Rand hin immer kühler. Am Rand kann man locker mit Barhockern sitzen und Teller samt Besteck abstellen. „Das ist für mich so eine gesellige Sache. Man kann direkt am Grill essen. Dadurch steht der Grillmeister halt nicht für einen bestimmten Teil des Tages oder Abends allein am Feuer“, so Zech. Außerdem kann man das Grillgut stufenlos vom ganz heißen Bereich in den Warmhaltebereich schieben.
Dafür hat sich Zech aus einer Metallschüssel vom schwedischen Möbelhaus und einem Schubladenknauf eine Warmhalteglocke gebaut. „Da kommen dann beispielsweise das gare Gemüse oder Zwiebelchen drunter. Einfach auf die Seite schieben, dann bleibt's schön warm, ohne zu verbrennen bis das Fleisch durch ist“, erklärt der Grillmeister.
Im Prinzip kann man die Feuerplatte sogar als Grill-Raclette betreiben. Alles was man braucht sind diverse Gemüse, Fleisch oder Fisch und für jeden Gast eine Grillzange oder einen Pfannenwender. „So kann dann jeder grillen, was er mag. Dank der günstigen Hitzeverteilung kann man sogar direkt an der Platte essen, wenn man will“, sagt Zech. Der Geschmack des Grillgutes ist übrigens ohne direkten Kontakt zum Feuer trotzdem grilltypisch. Durch den Rauch des Holzes bekommen Gemüse und Fleisch eine ganz zarte Rauchnote ab.
Zech grillt schon lange. Seit Kindertagen klassisch auf Holzkohle oder über Feuer mit Schwenker. Vor einigen Jahren dann entdeckte er den Smoker für sich, das war der Startschuss für seine Grillkarriere, die über Schwenkbraten und Würstchen hinaus geht. „Ganz ehrlich: Ich mag natürlich auch die fertigen Spieße, Steaks und Würste aus der Metzgerei, das ist gar keine Frage. Gerade unter der Woche, oder wenn man mal schnell was grillen will, ist das wirklich lecker. Aber die Abwechslung macht es für mich so interessant und ich probiere auch sehr gerne neue Dinge aus“, erklärt Zech, dass er nicht zu den Fundamentalisten gehört, die alles, was auf dem Grill landet, selbst würzen und so weiter. „Für mich ist eine gute Bratwurst vom Metzger immer noch was ganz Feines“, so Zech. Das halte ihn aber nicht davon ab, auch selbst zu wursten. Schon mehrfach hat er selbst Wurst hergestellt und natürlich auch gegrillt. „Das eine geht mit dem anderen einher“, so Zech. „Ich koche generell gerne und oft mit meiner Frau“, sagt Zech. Außerdem habe er im Freundes- und Familienkreis einige, die gerne und viel grillten. „Das entwickelt dann auch eine gewisse Dynamik. Der eine probiert was, das macht man dann selbst und so ergibt sich schnell eine kleine Community“, berichtet er. Auf Facebook hat er sogar eine Seite mit dem Namen Westpfalz BBQ. „Dort zeige ich, was es so Neues gibt, teile Artikel und lade auch selbst Fotos, Texte und Videos meiner Gerichte hoch“, so Zech. (dab)