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Stadt Pirmasens 12.10.2017

"Haus mit Tradition" wird saniert

„Ein Haus mit Tradition in einer Region mit Potenzial“ ist auf dem dicken Papier des Hochglanzprospektes zu lesen. Die Vorderseite zeigt das Gebäude am Dr.-Robert-Schelp Kreisel, das Pirmasenser als das „Hermann-Jakob-Haus“ kennen. Genauso heißt auch das Projekt, das Markus Nikolaus mit seiner Winzler Firma Kombau in Angriff nehmen möchte.

Das 1953 erbaute Gebäude an Ecke Dankelsbachstraße und Höfelsgasse soll saniert werden. Entstehen soll ein Mix aus Gewerbeflächen und Wohnungen. Der Verkauf sei momentan beim Notar und unter Dach und Fach, erzählt Nikolaus im Gespräch mit der Pirmasenser Zeitung. Die Immobilie war vorher in Besitz der Familie des Gebäudeerbauers und Gründers der Firma Hermann Jakob. Geplant ist es als reines Mietobjekt. Auf drei Etagen inklusive Untergeschoss könnte sich Nikolaus gut Büros, Arztpraxen oder Anwaltskanzleien vorstellen. Unterm Dach stehen 280 Quadratmeter für zweigeschossige Wohnungen zur Verfügung. Wie viele Wohnungen es werden sollen, sei noch nicht zu 100 Prozent klar, Nikolaus rechnet aktuell mit vier Singlewohnungen. Im Prospekt ist die Rede von „zwei zirka 140 Quadratmeter großen lichtdurchfluteten Wohn(t)räumen“.
Die Flexibilität bei der Planung sei ein Pluspunkt, auch bei den Gewerbeflächen, sagt der Diplom-Ingenieur: „Wir können alles wegmachen und  die künftigen Wände so stellen, wie wir wollen.“ Dadurch könne auf den rund 900 Quadratmetern der Hauptgeschosse auf individuelle Wünsche des künftigen Mieters eingegangen werden.  Der Umbau umfasse zudem eine komplette energetische und barrierefreie Sanierung, den Einbau eines Aufzuges und die Befestigung des Parkplatzes. Dort, zwischen dem Gebäude und dem ehemaligen CD- und Plattenladen Wave sollen bis zu 30 Stellflächen entstehen. Nikolaus schätzt eine Investitionssumme von knapp 1,5 Millionen Euro. Für die komplette Planung und die Durchführung der Arbeiten ist seine Firma Kombau zuständig.
Aktuell steht das Gebäude fast leer, der namensgebende Ledergroßhändler, der in zweiter Generation vom Sohn des Gebäudeerbauers geführt wird, ist aktuell noch in einem Teil der Immobilie angesiedelt.  Ob dies auch nach der Sanierung noch der Fall sein wird, sei aktuell noch nicht klar. Einen Zeitplan für die Sanierung hat  Nikolaus noch nicht. „Wichtig ist erst einmal die Vermarktung der Gewerbeflächen“. Dafür werde momentan die Werbetrommel gerührt.
Nikolaus ist guter Dinge, dass sich genügend Mieter für das „Hermann-Jakob-Haus“ finden werden, auch wegen der guten Lage der Immobilie. „Pirmasens hat Potenzial und ist bei weitem nicht so schlecht, wie viele sagen“, ist er sich sicher. Und nicht nur in negativen Statistiken könne man die Stadt auf den vorderen Plätzen finden: „Ich habe eine Studie gelesen, bei der es um Städte ging, in den man gut seinen Lebensabend verbringen könnte. Pirmasens war unter den ersten Fünf“, sagt der Investor. (pci)