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Kultur 07.10.2017

„Interpretieren nicht kopieren“

PZ-Gespräch mit Mark Schlick über „Downwind“ und Johnny Cash

Seit 15 Jahren macht die Formation „Downwind“ aus der Südwestpfalz Musik und hat sich mit ihrer Mischung aus Classic- und Southernrock eine breite Fangemeinde erarbeitet. Mark Schlick (Gesang, Gitarre, Blues Harp), Gerd Schlick (Gesang, Gitarre), Volker Pfeiffer (Sologitarre und Chorgesang), Stephan Eberle (Bass und Gesang), Rainer Frantzen (Drums und Chorgesang) und Jenny Heumach (Gesang) sind aus der regionalen Musikszene nicht mehr wegzudenken.
Ein besonderes Projekt ist neben den normalen Auftritten als Band ein Programm, welches sich ganz der Countrylegende Johnny Cash widmet. Am kommenden Samstag, 7. Oktober wird die Show in Zweibrücken in der ACH-Eventhalle auf dem Gelände der ehemaligen US-Airbase gespielt. PZ-Mitarbeiter Michael Daub hat sich mit Bandleader Mark Schlick über „Downwind“ und das Johnny-Cash-Tribute Projekt unterhalten.

Ihr spielt einen Mix aus Rock-Klassikern der letzten 40 Jahre – was fasziniert Euch an dieser Musik? Was sind Eure Favoriten?
Schlick:
Wir versuchen, die Songs zu spielen, die zum Teil schon wieder in Vergessenheit geraten sind und die einen klaren Schwerpunkt auf Gitarren und mehrstimmigen Gesang liegen haben. Es ist die Bodenständigkeit und Eingängigkeit, die wir an den Songs mögen – ohne viel Schnickschnack. Unsere Favoriten sind unter anderem die Eagles, Bruce Springsteen und Creedence Clearwater Revival.

Eines Eurer musikalischen Vorbilder ist der „Man in Black“, Johnny Cash. Warum ist er als Musiker und Person interessant für Euch?
Schlick:
Eben aufgrund der oben genannten Attribute: Bodenständigkeit, Eingängigkeit, markante Stimme und Gitarren. Johnny Cashs Musik ist sehr vielfältig, wenngleich man ihn immer – zu Unrecht – in die Country-Ecke stellt. Country war nur ein kleiner Baustein des gesamten musikalischen Schaffenswerks von Cash. „Folsom Prison Blues“ verkörpert die 50er und 60er Jahre, „The Night they drove Old Dixie down“ die 70er. Die Songs seiner damaligen Countryband „The Highwaymen“ mit Chris Christofferson die 80er und dann zu guter Letzt die akustischen Neuinterpretationen von Klassikern wie U2s „One“ oder Tom Pettys „I won't back down“ oder Depeche Modes „Personal Jesus“ – diese Vielfalt bilden wir komplett mit unserem abendfüllenden Programm ab und geben zugleich Hintergrundinfos dazu.

Was kann das Publikum bei eurem Spezialprogramm erwarten?
Schlick:
Wir interpretieren das musikalische Leben von Johnny Cash mit Musik, kleinen Anekdoten und Hintergrundinfos zu den Songs und reichlich Bildmaterial. Dabei liegt die Betonung auf interpretieren und nicht kopieren. Wir bleiben also schon noch wir selbst und geben den Songs durchaus auch eine gewisse Downwind-Note noch mit. Dies tun wir jedoch sehr respektvoll, ohne das Cash-Original zu verfälschen. Das Catering passt zudem zum Themenabend: American Snacks und Fingerfood runden das Musikprogramm ab.

Johnny Cash sang oft mit seiner Frau June Carter – wie bringt Ihr das auf die Bühne?
Schlick:
Jenny Heumach übernimmt die weiblichen Stimmparts von June Carter Cash oder von seiner Tochter Roseanne Cash, mit der Johnny ja zuletzt auch Songs gesungen hatte.