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Stadt Pirmasens 07.12.2017

Schlammschlacht im Weiher

Arbeiten vorerst eingestellt – Stadt will Spezialfirma beauftragen

Seit drei Wochen haben Spaziergänger im Strecktal ein etwas ungewöhnliches Bild vor Augen: Im künstlich angelegten Weiher ist kaum noch Wasser. Dieses wurde von der Stadt abgelassen, um den Schlamm, der sich im Laufe der Jahre abgesetzt hat, zu entfernen. Doch es gibt Probleme: die Maschinen einer einheimischen Entsorgungsfirma sind dafür nicht geeignet.

„Der Schlamm ist zu zäh“, sagte Gartenamtschef André Jankwitz auf PZ-Nachfrage. Und auch das Abbaggern sei mit dem städtischen Maschinenpark nicht möglich. Auch der städtische Abwasserbetrieb habe keine geeigneten Maschinen. Die Arbeiten ruhen derzeit, sollen aber möglichst noch vor Weihnachten abgeschlossen werden. Eine Fachfirma soll aus der Patsche helfen. Wie Jankwitz sagte, hält er gerade Ausschau nach möglichen Unternehmen. Zu den Kosten konnte der Pirmasenser Chefgärtner gestern noch nichts sagen.
Nach seinen Angaben wurde das Gewässer in den vergangenen Tagen von Mitarbeitern des Wirtschafts- und Servicebetriebs gezielt abgefischt. Die städtischen Kräfte hätten sich bei kaltem Wetter größte Mühe gegeben und schätzungsweise über 1 000 Fische eingefangen. In den Netzen hätten auch Raubfische wie Welse und Hechte von über einem Meter Länge gezappelt. Die Tiere seien in einem Weiher in Eppenbrunn, im Gewässer des Campusparks und auch im Eisweiher ausgesetzt worden. Es seien aber auch Tiere entwischt und beim Ablassen verendet. Nach Angaben von Jankwitz ist der hohe Fischbesatz ein Teil des Problems, denn die Tiere hätten sich im vor etwa 20 Jahren angelegten Strecktalweiher zu stark vermehrt. Auf eine Verpachtung als Angelgewässer angesprochen, sagte der Chefgärtner, darüber sei bei der Verwaltung noch nicht nachgedacht worden.
Wie er sagte, war das rund 4 000 Quadratmeter große Gewässer, das zwei Hauptzuläufe und einen Ablauf hat, vor einigen Jahren zum ersten Mal gereinigt worden. Damals seien in erster Linie Fremdkörper und Schilf aus dem 3 000 Kubikmeter fassenden Weiher entfernt worden. Schlamm sei damals nicht akut gewesen. Nach den Messungen der Stadt drohte das Gewässer jetzt wegen Sauerstoffmangel umzukippen. Als Ursachen für den hohen Nährstoffeintrag gelten vor allem die Ausscheidungen der Scharen von Enten und Fischen. Deshalb gibt es auch ein Fütterungsverbot, das nach Angaben der Verwaltung weitgehend eingehalten wird. Im Laufe der Jahre hat sich vor allem an den tieferen Stellen eine 50 Zentimeter dicke Schlammschicht abgesetzt, die das Wasser trübt. Jankwitz geht davon aus, dass der Schlamm künftig etwa alle zehn Jahre abgesaugt werden muss.
Fremdkörper haben die WSP-Mitarbeiter bereits entfernt und auch schadhafte Uferbereiche mit Schotter neu aufgefüllt. Nach Angaben der Stadt wurde bisher nichts Außergewöhnliches gefunden. Discgolf-Scheiben seien an die Eigentümer, sofern eine Adresse draufstand, zurückgeschickt worden. (pio)