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Schlüsselfertig bauen - aber wie?

pixabay.com © paulbr75 (CC0 Public Domain)

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Die wirklich eigenen vier Wände zu besitzen, die nach den eigenen Vorstellungen erbaut worden sind und individuell aussehen, ist ein Traum vieler junger Familien. Doch die Notwendigkeiten umständlicher Koordination zwischen den verschiedenen Teilen und Stadien eines Hausbaus schrecken viele ab. Doch gibt es eine Alternative? Schlüsselfertiges Bauen ist eine - welche Vorteile sie hat und was zu beachten ist, klärt dieser Artikel.

Warum schlüsselfertig?

Eines der wichtigsten Argumente für den Bau einen Fertighauses - denn nichts Anderes bedeutet schlüsselfertiges Bauen letztendlich - ist Bequemlichkeit. Und das ist in diesem Zuge nicht negativ gemeint. Denn wer öfter über einen dichten Terminkalender mit allen Pflichten einer Vollzeit-Arbeit verfügt, hat oft schlichtweg nicht die Zeit oder Lust, sich nach Feierabend noch stundenlang mit den nicht selten bürokratischen Verwicklungen des Bauens zu beschäftigen.

Von dem Problem, selbst vielleicht Hand anlegen zu müssen einmal abgesehen, hat man meistens auch nicht die Möglichkeiten, die Fortschritte des Projektes zu verfolgen und kritisch auf die Arbeit der beauftragten Firmen zu blicken. Durch schlechte Koordination entstehen nicht selten erhebliche Baumängel, die für den Bauherrn nervlich wie finanziell in der Katastrophe enden können.

Um diesem Wirrwarr und möglichem Kompetenzgerangel vorzubeugen, ist das auf Fertighäuser zurückgreifen eine legitime und beliebte Alternative. Denn kompetente Partner kombinieren die verschiedenen Schritte beim Hausbau von der architektonischen Planung bis zur fertigen Übergabe aus einer Hand.

Es gibt Anbieter von Fertighäusern, die schlüsselfertig auch genauso verstehen. Das heißt, dass man am Ende nicht doch noch diverse andere Firmen beauftragen muss, die dann die fehlenden Schritte hinzufügen, weil das Haus doch nicht ganz so "fertig" war. Im besten Fall sollte es so laufen, dass man den Auftrag vergibt und einige Monate später ein fertiges Haus erhält.

Verschiedene Arten des schlüsselfertigen Bauens

Keineswegs heißt schlüsselfertig immer, dass der Bauherr sofort einziehen kann. Deshalb ist immer genau darauf zu achten, was man vereinbart.

Eine finanzielle Frage

Selbstverständlich ist es nicht eben günstig, wirklich schlüsselfertig zu bauen. Der Vorteil liegt aber darin, dass die entstehenden Kosten bereits früh bekannt sind. Bei selbst koordinierten Bauvorhaben ist dies keineswegs der Fall, eine Explosion der Kosten ist ohne weiteres möglich.

Zu berücksichtigen hat man jedoch den Umstand, dass je mehr sich die vereinbarten Arbeiten der Bezugsfertigkeit des Hauses abschließend nähern, die Kosten für das Projekt von vorneherein höher sind. Je mehr Schritte also die Profis und nicht der Bauherr selbst übernimmt, desto tiefer muss er in die Tasche greifen. Dabei kann es je nach finanziellem Hintergrund durchaus Sinn machen, einige abschließende Schritte selbst zu übernehmen.

Insgesamt sind Fertighäuser grundsätzlich teurer als diejenigen, die in Eigenregie gebaut werden. Abzuwägen ist, ob man das bereits genannte Zusatzrisiko des Eigenbaus gehen möchte. Denn zusätzliche Kosten können durchaus entstehen.

Verschiedene Ausbaustufen bei Fertighäusern

Beim Vergleichen verschiedener Fertighaus-Hersteller lohnen sich der Vergleich verschiedener Ausbaustufen und die genaue Durchsicht dieser. Denn nicht nur die potenziellen Ersparnisse beim Verzicht auf einen Hausstatus, der der Bezugsfertigkeit nahe kommt, spielen eine Rolle. Denn muss man auf andere Firmen, die die übrig gebliebenen Arbeiten, zurückgreifen, ergeben sich in der Regel ganz sicher keine ersparten Kosten.

Also ist die einzige Möglichkeit, durch den Verzicht auf Leistungen des Fertigbauers bares Geld zu sparen, selbst Hand anzulegen. Selbstreflektierte Naturen sind hier definitiv im Vorteil. Denn wer schlichtweg nicht die handwerklichen Fähigkeiten hat, um die Arbeiten selbst auszuführen, ist auf Hilfe angewiesen. Und die Zahl derjenigen, die nicht im Stande sind, derlei Aufgaben selbst in einem zufrieden stellenden Maß auszuführen, wächst.

Zusätzlich zu der Frage nach den eigenen Kompetenzen zum Beispiel in Sachen Fliesenlegen ist eine realistische Zeiteinschätzung gefragt. Je nach Umfang der Arbeiten kann sich die Bezugsmöglichkeit für das Haus erheblich nach hinten verschieben. Während professionelle Arbeiter nicht selten den ganzen Tag für die auszuführenden Arbeiten haben, sind Bauherrn im Regelfall anderswo beschäftigt.

Geht man von einem normalen Vollzeitjob nach, der sich zwischen acht Uhr morgens und 17 Uhr nachmittags bewegt, hat man lediglich nach Feierabend etwas Zeit. Und wer die Familie noch zu Gesicht bekommen und nicht sofort nach der Rückkehr von der Baustelle zu Bett gehen will, wird vermutlich nicht länger als zwei oder drei Stunden an dem Haus arbeiten - eine immense Zeitverzögerung der Fertigstellung. Fertighaus - Keine Individualität möglich?

Schon seitdem die ersten Fertighäuser gebaut wurden, spukt das Klischee von den immer gleichen Betonbunkern in den Köpfen der Bevölkerung herum. Die Angst, nichts an den Behausungen an die eigenen Bedürfnisse anpassen zu können, ist scheinbar riesig.

Dabei ist dieses Bild keineswegs gerechtfertigt. Schon bevor auch nur der erste Schritt der Bauphase beginnt, können die Bauherren ihre Wünsche sehr genau zum Ausdruck bringen. Ausgefallenere Wünsche kosten dabei natürlich extra. Doch im Großen und Ganzen ist auch ohne große Extrakosten von den benutzten Böden, Fenstern und Co bis zu den Türklingen das meiste individualisierbar. Denn selbstverständlich haben die verschiedenen Anbieterfirmen auf die gestiegenen Wünsche nach optisch einzigartigen Häusern reagiert.

Schlüsselfertig bauen - Stress vermeiden

Insgesamt handelt es sich also bei den Fertighäusern um eine echte Alternative in der Gegenwart, in der die Menschen zwar eigene Häuser bauen wollen, aber immer weniger Zeit haben, um selbst die Planung und Durchführung zu gewährleisten.