FlixBus 9€ Aktion
Anzeige FlixBus 9€ Aktion

PZ-Sonderthemen

PZ-Kur 2017

Bildergalerie

Das Wetter heute

Digitales Probeabo

Heimat-Jahrbuch / Heimatkalender

JUPI 2017

Sonderveröffentlichungen B 10

Telefonsuche

Stadt Pirmasens 07.12.2017

Stadtplatz wird zur Rheinberger-Passage

Verwaltung kürt Sieger des Namenswettbewerbs – Industriellenfamilie Thema vieler Einsendungen

Fünf Pirmasenser hatten beim Namenswettbewerb für den Stadtplatz Rheinberger-Passage vorgeschlagen. In einem Losentscheid war das Glück CDU-Stadtratsmitglied Susanne Krekeler hold. Sie gewann ein Jahresabo für das Pirmasenser Kulturprogramm. (Foto: Pe

Das Kind hat endlich einen Namen: Rheinberger-Passage lautet der (nicht ganz überraschende) Siegervorschlag beim Namenswettbewerb für den Stadtplatz zwischen Teich- und Schachenstraße. Oberbürgermeister Dr. Bernhard Matheis und weitere Vertreter der Verwaltung und des Stadtmarketings haben dies gestern bei einem Ortstermin bekanntgegeben.

Um einen Namen zu finden, hatte die Stadt im August einen Wettbewerb veranstaltet, bei dem jeder Bürger Vorschläge einbringen konnte. 531 Einsendungen waren bis zum Stichtag am 22. September eingegangen. „Mit so vielen hatten wir nicht gerechnet“, gab Matheis zu. Die meisten hätten sich dabei viele Gedanken gemacht, lobte er. Am Ende sei sich die Jury – bestehend aus den (ehemaligen) Lehrern Achim Ropers und Lieselotte Jung, dem Stadtmarketing-Vorsitzenden Eric Kunz, Stadtarchivarin Heike Wittmer und dem OB – relativ einig gewesen. Ausschlaggebend sei der Bezug zum Rheinberger-Gebäude gewesen und die Tatsache, dass es sich nicht um einen Platz im klassischen Sinne handle sondern um einen Durchgang, erzählte Matheis, der auch auf die besondere Bedeutung und das soziale Engagement der Industriellenfamilie Rheinberger für Pirmasens verwies. Rund ein Drittel der Einsendungen hätten sich mit dem Thema Rheinberger beschäftigt.
Doch es seien auch skurrile Vorschläge gekommen, berichtete Rolf Schlicher vom Stadtmarketing etwa vom Vorschlag „Platz ohne Namen“. Auch andere Themenkomplexe seien angeschnitten worden, verriet Schlicher der PZ, ohne jedoch konkrete Einsendungen zu benennen: Poissy, Grenadiere oder Persönlichkeiten der Stadt. Vorschläge, die den Begriff „Schlabbe“ für Schuhe enthielten, seien ebenfalls gekommen, wurden aber nicht berücksichtigt. Eine Voraussetzung neben dem Bezug zur Stadt war nämlich eine leichte Aussprache und Verständnis, was im Hinblick auf Schlabbe bei Auswärtigen nicht gegeben gewesen wäre.
Gleich fünf Bürger hatten den Vorschlag Rheinberger-Passage eingesendet, so dass der Gewinner im Losverfahren ermittelt werden musste. Das Losglück war am Ende Susanne Krekeler hold, Tochter des ehemaligen Oberbürgermeisters Joseph Krekeler und Stadtratsmitglied für die CDU. Der erste Preis war ein Jahresabo für das Pirmasenser Kulturprogramm. Die Siegerin kündigte jedoch bereits an, den Preis für die Mitarbeiter des Pakt für Pirmasens zu stiften.
Was jetzt noch fehlt, ist eine letzte Entscheidung des Stadtrats, der muss den Platz offiziell widmen. Damit würde dann ein etwa eineinhalbjähriges Kapitel der Stadt zu Ende gehen. Im Mai 2016 haben die Abrissarbeiten zwischen Teich- und Schachenstraße begonnen. Eigentlich sollte der Platz bereits im November des gleichen Jahres fertig sein, doch der Abschluss der Bauarbeiten verzögerte sich aus verschiedenen Gründen: Probleme mit der Statik der Mauer, vergrabene Benzintanks, nicht eingehaltene Termine und Probleme mit Baufirmen hatten die offizielle Freigabe auf August dieses Jahres verzögert. 542 000 Euro hat der 1 200 Quadratmeter große Platz unterm Strich gekostet, 218 000 Euro alleine der Abriss des ehemaligen Reifenhandels. 80 Prozent der Summe hat das Land als städtebauliche Förderung hinzugeschossen. Erste Kostenschätzungen waren noch von rund 310 000 Euro ausgegangen. (pci)