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Wirtschaft 05.10.2017

Thyssenkrupp treibt Umbau voran

Europas größtes Schmiedeunternehmen aus der Taufe gehoben

Thyssenkrupp setzt seinen Umbau fort und hebt Europas größtes Schmiedeunternehmen aus der Taufe.

Dafür bündelt der Industriekonzern mehrere Sparten seiner bisherigen Schmiedeaktivitäten, bei denen unter anderem Maschinen- und Motorteile etwa für den Bergbau, die Schiffs- und Automobilindustrie hergestellt werden. Weltweit gehöre der neue Bereich „Thyssenkrupp Forged Technologies“ mit einem Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro und rund 7 000 Mitarbeitern zu den „Top 3“ der Branche, teilte ein Sprecher gestern in Essen mit. In Deutschland zähle die Sparte mit Standorten in Homburg an der Saar und im nordrhein-westfälischen Remscheid knapp 800 Beschäftigte. Nach dem Abbau von weltweit rund 1 000 Arbeitsplätzen im Vorfeld des Zusammenschlusses seien derzeit keine weiteren Restrukturierungen geplant, hieß es. Sitz des neuen Unternehmens, in dem große Teile der Schmiedetechnik etwa aus Brasilien und Italien zu einer Geschäftseinheit zusammengefasst wurden, soll Essen sein.
Hintergrund des Umbaus sei der Trend zur Elektromobilität und die immer noch starke Abhängigkeit des Unternehmens vom Geschäft mit dem Verbrennungsmotor. „Für einen weichen Übergang erschließen wir uns neue Märkte jenseits der Autoindustrie“, sagte der zuständige Konzernvorstand Karsten Kroos der „FAZ“. Ziel sei es zudem, die Produktentwicklung voranzutreiben. (dpa)