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Landkreis Südwestpfalz 18.02.2016

Über Mobilität von Flüchtlingen und Deutschkurse diskutiert

Integrationsministerin Irene Alt besuchte das „Café Grenzenlos“ in Rodalben

Irene Alt, Landesministerin für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen, interessierte sich auch für den Deutschunterricht für Flüchtlinge im „Café Grenzenlos“ in Rodalben bei ihrem dreistündigen Besuch. (Foto: Fuhser)

„Ihr macht das gut hier“, lobte Irene Alt, Landesministerin für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen, bei ihrem Besuch die ehrenamtlichen Betreuer von Flüchtlingen im „Café Grenzenlos“ in Rodalben. Die Grünen-Politikerin besuchte am Dienstagabend den regelmäßigen Flüchtlingstreff in der Verbandsgemeinde Rodalben in den Räumen der Mozartschule, den der „Arbeitskreis Flüchtlinge“ mit ehrenamtlichen Helfern unter dem organisatorischen Dach des Rodalber Roten Kreuzes organisiert.

SüDWESTPFALZ. Drei Stunden lang war die Ministerin im Café, das jeden Dienstagabend zur Begegnung und zum Deutschlernen einlädt, am Dienstagabend zu Gast. Die englisch- oder auch schon deutschsprechenden Flüchtlinge und einige ehrenamtliche Betreuer nutzten die Gelegenheit, um Probleme direkt mit der Ministerin zu diskutieren. In der kleinen Diskussionsrunde mit Betreuern, Helfern, Verbandsbürgermeister Werner Becker und der für Flüchtlingsfragen zuständigen Beigeordneten Barbara Metzger wurde unter anderem das grundsätzliche Problem der Mobilität der Flüchtlinge angesprochen, die zu Ämtern und Kursen von ihren Wohnorten in andere Gemeinden, in diesem Fall meist in die Stadt Rodalben, unterwegs sein müssen. Bis zu 15 Kilometer sind die Ortschaften auseinander, sagte Becker. Alt brachte das Konzept der Bürgerbusse als Lösung ins Gespräch. Wobei der Verbandsbürgermeister darauf aufmerksam machte, dass einige Kommunen diese Bürgerbusse schon wieder eingestellt haben.
164 Flüchtlinge sind der Verbandsgemeinde zugeteilt, mit den anerkannten Asylanten seien es rund 190 Personen, die versorgt werden, so der Verbandsbürgermeister. „Wir kommen noch sehr gut zurande“, erklärte er. Aber eine Verdoppelung der Zahl der Flüchtlinge in der Verbandsgemeinde, das sei nicht mehr zu bewältigen.
Ausbauen will das Land Rheinland-Pfalz sein Angebot an Integrationskursen, die sich an alle Flüchtlinge richtet, auch an jene, die noch keinen Asylantrag stellen konnten. Dieses Programm finanziere das Land allein, informierte die Integrationsministerin. Hans Heinen von der örtlichen Volkshochschule berichtete, dass seine Einrichtung einfache Sprachkurse anbieten könne. Mit solchen Kursen könnten sich die Integrationskurse auch verkürzen. Ehemalige Lehrer, die ehrenamtlich Sprachkurse im Café Grenzenlos geben, wollten auch gerne wissen, wie es nach dem ersten Basisunterricht weitergehen kann. Generell konnte Ministerin Alt nur sagen, dass die Anzahl der Integrationskurse im Land verdoppelt werden soll.
Bis zu 40 Asylbewerber in der Verbandsgemeinde nehmen regelmäßig das Angebot des „Café Grenzenlos“ des „Arbeitskreises Flüchtlinge“. wahr. Der Arbeitskreis unter dem Vorsitz von Barbara Metzger (Rodalben), Alois Schmied (Ruppertsweiler) und Marie-Rose Schäfer-Ekpokpole (Münchweiler) arbeitet unter dem Dach des Rodalber Ortsvereins des Roten Kreuzes. Die Helfer sind bei der Ausübung des Ehrenamtes durch das Rote Kreuz versichert.
Hilfreiche Internetadressen zum Thema Flüchtlinge sind www.aktiv-fuer-fluechtlinge-rlp.de und die Seite des Ministeriums www.mifkjf.rlp.de. Hier werden in einer Liste auch oft gestellte Fragen zum Thema beantwortet. (mfu)