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Landkreis Südwestpfalz 19.05.2017

Überfälle auf Pizzaboten geklärt

Drei Jugendliche ermittelt – Ein Tatverdächtiger ist noch auf der Flucht

. Die vier Überfälle auf Pizzaboten des Heimservice „Joey’s Pizza“ in Zweibrücken sind aufgeklärt. Drei Jugendliche und ein Erwachsener stehen unter dringendem Tatverdacht.

Bei den ersten drei Straftaten am 26. Mai, 3. Juni und 27. August 2016 wurden jeweils in den späten Abendstunden Pizzen zu einem bestimmten Ort bestellt. Dort bedrohten den Auslieferer zwei maskierte Täter mit Revolver oder Messer und zwangen ihn zur Herausgabe des Geldbeutels. Bei der vierten Überfall am 10. Oktober passten zwei Männer den Pizzaboten in der Nähe des Geschäftes ab und raubten ihm die Geldbörse.
Auf Grund der Beschreibungen war den Ermittlern des Kommissariats für Eigentumsdelikte der Kriminalinspektion Pirmasens klar, dass die einzelnen Überfälle von verschiedenen Tätern begangen wurden. Allerdings führten die ersten Ermittlungen nicht zum Erfolg.
Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken setzte deshalb eine Belohnung in Höhe von 2 000 Euro für Hinweise, die zur Ermittlung oder zur Ergreifung der Täter führen, aus. Daraufhin gab es neue Hinweise. Nach monatelanger Arbeit gerieten fünf junge Leute aus Zweibrücken ins Visier der Kripo. In den frühen Morgenstunden des 10. Mai wurden die Wohnungen von vier Beschuldigten durchsucht, außerdem sollten drei bereits ergangene Haftbefehle vollstreckt werden. Ein heute 21-jähriger Beschuldigter konnte bei der Aktion nicht festgenommen werden; er befindet sich auf der Flucht.
Bei den Vernehmungen konnten zwei der Beschuldigten ihre Unschuld beweisen. Die beiden anderen legten umfassende Geständnisse ab. Ein bereits wegen anderer Delikte in der JVA Zweibrücken einsitzender Mann bleibt dort. Der Haftbefehl gegen einen 21-jährigen Zweibrücker wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.
Die Ermittlungen gingen weiter und so konnte ein weiterer Tatverdächtiger gefasst werden. Gegen den zur Tatzeit einzigen Erwachsenen erlies das Amtsgericht Zweibrücken ein Haftbefehl wegen schwerer räuberischer Erpressung; nach ihm wird ebenfalls mit Hochdruck gefahndet.
Den Beschuldigten droht eine hohe Haftstrafe, da auf schwere räuberische Erpressung bzw. schweren Raub eine Freiheitsstrafe von mindestens fünf Jahren steht. (PZ)