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Stadt Pirmasens 19.05.2017

Unter verschärfter Beobachtung

Stadt lässt Gelände unter Bahnbrücke zurzeit für eine Bebauung herrichten

Dort, wo vor kurzem noch Wildkräuter und Gebüsche wucherten sowie eine verlassene Lagerhalle stand, prägt jetzt nackter und frisch bewegter Boden das Stadtbild. Von der Bahnbrücke aus wirkt das rund 6 000 Quadratmeter große Gelände an der Blümelstalstraße daher wie ein Fremdkörper.

Nach eigenen Angaben hat das Abbruchunternehmen F + R GmbH aus Neunkirchen noch bis etwa Ende Juni auf dem Gelände des ehemaligen Holzhandels Knecht und Haber zu tun. Die so genannte Ordnungsmaßnahme wird vom Land mit 80 Prozent bezuschusst. Der Auftrag, für den der Hauptausschuss im Januar grünes Licht gegeben hatte, hat ein Volumen von 415 000 Euro. Wie ein Sprecher der F + R GmbH sagte, wird die abgetragene Erde zu einer Spezialdeponie gebracht. Aufmerksame Beobachter hatten der PZ berichtet, bei den Baggerarbeiten seien jede Menge Altreifen im Erdreich entdeckt worden. PZ-Recherchen ergaben aber, dass dies so nicht richtig ist. Ausrangierte Reifen liegen zwar auf dem Gelände. Die hat F + R allerdings als Puffermaterial mitgebracht, damit die schwere Kettenraupe nicht die Straße beziehungsweise den Gehsteig beschädigt. Diese Angaben bestätigte auch die Stadt.
Die Baustelle steht unter verschärfter Beobachtung, denn im Winter 2016 war das Neunkirchener Abbruchunternehmen wegen illegaler Ablagerungen von Bauschutt im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofs aufgefallen und ins Visier der Behörden und der Justiz geraten. Gestern hieß es bei der Staatsanwaltschaft in Zweibrücken, die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen. Nach PZ-Informationen wird gegen einen F + R-Mitarbeiter ermittelt, der das Gelände angemietet haben soll. Von Seiten der Aufsichtsbehörde SGD Süd in Neustadt ist die Sache erledigt, da das Gelände Mitte Juni ordnungsgemäß geräumt und die erforderlichen Belege vorgelegt wurden. F + R hatte dort ohne Genehmigung eine Recycling-Anlage betrieben. Die Anwohner hatten sich daraufhin über Lärm und Staub beschwert.
Die Christengemeinde Lebensquelle, derzeit noch in der Neckarstraße ansässig, will auf dem Areal direkt unter der Bahnbrücke ein Gemeindezentrum bauen. Auf PZ-Nachfrage zeigte sich Pastor Paul Scheck relativ schmallippig. Die Pläne hätten nach wie vor Bestand. Die Lebensquelle, eine freikirchliche evangelische Organisation, habe das Gelände noch nicht von der Stadt gekauft. Die Lebensquelle werde ihre Pläne in einigen Wochen der Öffentlichkeit vorstellen. „Haben Sie bitte noch etwas Geduld“, sagte der Pastor. (pio)