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B10 30.06.2014

Vollsperrungen der B 10 zu Ende

Südwestpfalz. Gestern Abend endete die vermutlich letzte Vollsperrung der B 10 in diesem Jahr. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) hat im Juni ein weiteres 2,4 Kilometer langes Stück der Bundesstraße, beginnend etwa 1,5 Kilometer hinter dem Katharinenhof bis zur Abfahrt Hauenstein, mit einer neuen Fahrbahndecke versehen lassen. Im nächsten Jahr wird das Stück B 10 von dem diesmal sanierten Stück aus Richtung Pirmasens bis zum Frauenstein saniert, wieder mit Vollsperrungen an Wochenenden im Juni, sagte Richard Lutz vom LBM Kaiserslautern.

Rund 30 Arbeiter und 20 Baufahrzeuge waren nochmals im Einsatz, um am vergangenen Samstag 2 300 Tonnen Asphalt aufzutragen. Dabei auch die drei großen Fertiger, die auf ganzer Fahrbahnbreite an einem Stück die 3,5 Zentimeter starke Asphaltdeckschicht aufbringen können.  Zuvor war das Stück B 10 abgefräst, ausgebessert und mit einer 1,5 Zentimeter starken Binderschicht aus Bitumen beschichtet worden.
Am Sonntag wurden die Markierungen aufgetragen, trotz des dafür ungünstigen Regenwetters. Sollten die Markierungen durch Starkregen zu stark leiden, müsse am nächsten Sonntag bei halbseitigen Sperrungen nachgebessert werden, sagte Lutz.
Am heutigen Montag sind die Straßenarbeiter noch dabei, kleinere Randarbeiten durchzuführen. Die Kosten für die Sanierung dieses Stückes werden mit 1,6 Millionen Euro angegeben.         
Der große Vorteil, bei Vollsperrung arbeiten zu können, ist, so Lutz, dass  die ganze Fahrbahn ohne Naht asphaltiert werden kann. Diese Naht entsteht, wenn bei einseitiger Sperrung die heiße Asphaltschicht einer Fahrbahnspur sich an die schon bestehende anschließt. Auf dieser Nahtstelle, in die am ehesten Wasser eindringen kann, läuft auch die Mittenmarkierung, die sich durch die Naht auch mal   ablösen kann.
Von 11,60 Meter in der Nähe des Katharinenhofs verengt sich die Fahrbahn der B 10 auf 7,80 Meter. Die ausführende Straßenbaufirma Thomas Bau aus Simmern setzte deshalb drei Fertiger ein, einer davon schmaler, um weiter an einem Stück über die ganze Fahrbahnbreite asphaltieren zu können. 
2016 sei die Sanierung der Ortsdurchfahrt Busenberg geplant, sagte Lutz. Da diese für die Umleitungsstrecke gebraucht wird, sind in diesem Jahr keine Arbeiten an der B 427 möglich. 2017 soll das B 10-Teilstück Hauenstein bis Umgehung Wilgartswiesen in Angriff genommen werden. 
Der Fuß der berüchtigten „Felsennase“ auf diesem Teilstück der B 10 wurde mit einem Betonstreifen gefasst und Drainagen angelegt, sagte Lutz. Denn hier sei auch Sickerwasser aus den Felsen und dem Berg immer wieder für die Straße ein Problem. 2015 hofft der LBM Baurecht für ein neues Stück B 10 zu erhalten, an dem auch die „Felsennase“ liegt. Dann könne in einigen Jahren in fünf Meter Höhe eine zweite Fahrbahn in den Berg gefräst werden. „Wie dies technisch zu lösen ist, darüber zerbrechen sich die Straßenbauingenieure noch die Köpfe“, meinte Lutz.
Die Sperrung am vergangenen Wochenende sei aus Autofahrersicht wesentlich besser gelaufen, als bei den vorhergehenden, sagte der LBM-Chef. Die Fahrer waren auch durch den Einsatz von LED-Tafeln vorbereitet, die Umleitungen in den Navi-Karten eingepflegt. Trotzdem empfiehlt der LBM Autofahrern grundsätzlich, sich an den Umleitungsschildern zu orientieren und sich nicht auf die Navigationsgeräte zu verlassen.         (mfu)