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Politik 14.11.2017

Weltweiter -Ausstoß nimmt 2017 wieder zu

Vor allem China trägt zu Zuwachs bei – Nur geringer Rückgang in Europa und den USA

Nach drei Jahren Stillstand auf hohem Niveau steigt der weltweite Ausstoß von Kohlendioxid im Jahr 2017 voraussichtlich wieder an. Experten zufolge werden bis Jahresende insgesamt 41 Gigatonnen Kohlendioxid (), also 41 Milliarden Tonnen, in die Atmosphäre gelangt sein. Das entspricht einem Anstieg von etwa zwei Prozent.

NORWICH. Der Großteil der -Emissionen – etwa 37 Gigatonnen – entfällt auf die Nutzung fossiler Brennstoffe. Die Forscher präsentieren ihre Daten unter anderem im Journal „Environmental Research Letters“.
Vor allem China trage zum Anstieg der Emissionen bei, heißt es darin. Wegen der stärkeren Nutzung von Kohle als Brennstoff würden sie 2017 voraussichtlich im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent auf insgesamt 10,5 Gigatonnen steigen. In Indien sei der Anstieg mit zwei Prozent geringer, was vermutlich auf eine gegenwärtige wirtschaftliche Schwäche in dem Land zurückzuführen sei. Wenn sich die Wirtschaft schnell erhole, dürften die -Emissionen 2018 auch dort rasch wieder steigen. In Europa und den USA sind die Emissionen hingegen zurückgegangen, mit einer Abnahme von geschätzt 0,2 und 0,4 Prozent allerdings viel zu langsam, um dem Anstieg in anderen Regionen der Welt etwas entgegenzusetzen, schreiben die Forscher.
Corinne Le Quéré vom Tyndall Centre for Climate Change Research in Norwich, unter deren Leitung das globale Budget zusammengestellt wurde, sprach von sehr enttäuschenden Ergebnissen. „Dieses Jahr haben wir gesehen, wie der Klimawandel die Auswirkung von Hurrikans verstärken kann, wenn stärkere Regenfälle, höhere Meeresspiegel und wärmere Ozeane die Entstehung stärkerer Stürme begünstigen. Das ist ein Fenster in die Zukunft.“
Mehr als 15 000 Forscher aus über 180 Ländern unterzeichneten eine eindringliche „Warnung an die Menschheit“. „Das ist eine überwältigende Resonanz, die wir nicht erwartet haben“, sagt Ko-Autor Thomas Newsome von der Universität Sydney. Die im Fachjournal „Bio-Science“ veröffentlichte Aufforderung zu konsequenterem Umweltschutz ist der zweite gemeinsame Aufruf der Weltforschergemeinde nach einem ersten vor 25 Jahren. Die Experten ziehen eine ernüchternde Bilanz zum Zustand der Erde. (dpa)