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Kultur 19.09.2018

„3 ??? Kids“: Kleine Künstler ganz groß

Kindermusical mit spannender Story und großartigen Sängern und Musikern in der Festhalle

Eine Bühne voller Kinder: Mit ihrem Musical begeisterten sie die Zuhörer in der vollbesetzten Festhalle. (Foto: von Waldow)

Bis auf den letzten Platz besetzt war die Festhalle Pirmasens bei der Aufführung des Kindermusicals „Die 3 ??? Kids: Musikdiebe“. Einstudiert hatten das Werk aus der Feder des Zeitgenossen Peter Schindler nach einem Text von Boris Pfeiffer die Kinderkantorei Pirmasens unter Leitung von Bezirkskantor Maurice Antoine Croissant und Birgit Kern sowie der Chor Kantileni der Klassen fünf bis sieben des Immanuel-Kant-Gymnasiums mit ihrem Musical-Orchester unter Leitung von Volker Christ.
So saßen neben interessierten Besuchern auch zahlreiche Eltern, Großeltern, Verwandte und Freunde in der voll besetzten Festhalle. Sitzerhöhungen aus dem Auto halfen kleineren Kindern, das aufregende Geschehen auf der Bühne besser zu verfolgen.
Spannend wurde es bereits bei noch geschlossenem Vorhang, als von der Bühne merkwürdige Töne und Geräusche erklangen. Dann öffnete sich der blaue Samt und von einer Bühne voller Kinder erklang das Erkennungslied: „Drei Fragezeichen heißen sie. Sie stehen für Gerechtigkeit“, erklang es vielstimmig, während in der vorderen Chorreihe ein weißes, ein rotes und ein blaues Fragezeichen geschwenkt wurden.
„Die 3 ??? Kids aus Rocky Beach übernehmen jeden Fall“, erfuhren die Zuschauer. Diese führte Bob Andrews (Kai Schaaf in rot), Peter Shaw (Yannick Ermashausin in blau) und Justus Jonas (Tobias Werle in weiß) in die Welt der Musik ein. Der berühmten Popsängerin Modena (Emma Pfister) war aus ihrem neuen Tonstudio „Leierschwanz“ ihr neuester Song gestohlen und im Internet verbreitet worden, bevor sie ihn selbst veröffentlichen konnte. Auf dem Laptop zeigte sie die andere Sängerin mit der Maske, die ihren Titel „Träume sind wie Sterne am Himmel“ sang.
Für ihre Ermittlungen ließen sich Bob, Peter und Justus – herrlich herausgearbeitet die unterschiedlichen Charaktere – als Stimmbruch-Sänger ins Tonstudio als einschleusen. Ein Zwischenfall und ein Drohanruf bei Modena, die ein schreckliches Lied aufgenommen hatte, brachten die cleveren Detektive auf die Spur: Der Leierschwanz (Leonie Heckmann) im Studio diente als „Aufnahmegerät“ und wurde mit einem zweiten Vogel (Samira Keim) ausgetauscht.
In einem Bungalow entdeckten die drei gewieften Detektive, dass eine Mutter – herrlich bösartig und ignorant: Marie Matheis –, um ihr „Goldkehlchen“ berühmt zu machen, Modenas Songs gestohlen hat und die ahnungslose Tochter Josy (Hannah Diehl) sie singen muss. Als die 3 ???-Kids dort in der Falle saßen, nutzten sie selbst den Leierschwanz, um Kommissar Reynolds (Edzard Yanna) zu informieren und die Diebin zu überführen. Modena, begeistert von Josys Stimme und deren eigenem, romantischen Lied, in dem sie sang „Ich kann mit meinen Tönen schweben und fliegen mit der Musik“, nahm ihre nächste CD gemeinsam mit dem Mädchen und den drei sangesstarken Detektiven auf. Zum Happy-End mit der „salomonischen Lösung“ erklang noch einmal das Erkennungslied mit allen Darstellern und Sängern auf der Bühne.
Fast zwei Stunden lang ohne Pause begeisterten vor allem die Hauptdarsteller mit ihren Liedern wie auch mit ihren großartigen schauspielerischen Fähigkeit, bestens unterstützt von den Darstellern in den Nebenrollen und den beiden Chören. Diese saßen vorne an den beiden Bühnenseiten ebenfalls die ganze Zeit im Rampenlicht. Tosender Applaus belohnte alle für die höchst gelungene Vorstellung unter der Gesamtleitung von Maurice Antoine Croissant.
Die Pirmasenserin Nina Pfeifer, deren zwölfjährige Tochter Jule im Anfangslied das weiße Fragezeichen empor gehalten hatte, war voll des Lobes für die Aufführung und für das allgemeine Engagement der Schüler, die das Kindermusical in ihrer Freizeit einstudiert hatten, wie auch der Lehrer und des Bezirkskantors. Auch Sandra Cleemann aus Zweibrücken fand die musikalische und schauspielerische Leistung der jungen Darsteller „sehr beeindruckend“. Ihr achtjähriger Sohn Phil hatte das Plakat entdeckt und als Fan unbedingt in die Vorstellung gewollt. „Es war super!“ strahlte er. (cvw)