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Landkreis Südwestpfalz 13.06.2018

A 62-Sanierung soll bis November fertig sein

Kreistag besichtigt Bauarbeiten für Höheinöder Anschluss

Diese neue Straßentrasse führt vom früheren A 62-Parkplatz zum Kreisverkehr am Höheinöder Ortseingang, an den die neue Anschlussstelle angebunden wird. (Foto: Glöckner)

Auf seiner Kreisbereisung widmete sich der Kreistag am späten Montagnachmittag auch dem Straßenbau im Landkreis. Nach einer Stippvisite zu den beiden ausgebauten Kreisstraßen 20 und 21 bei Hettenhausen ging es nach Höheinöd, um sich über die Sanierung der Autobahn 62 und den Bau der neuen Höheinöder Anschlussstelle zu informieren. Die gute Nachricht: Alle Bauarbeiten liegen im Zeitplan, sodass im November die komplette Strecke samt neuem Anschluss freigegeben werden soll.

SüDWESTPFALZ. Richard Lutz, Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Kaiserslautern, und sein Stellvertreter Volker Priebe gaben dem Kreistag einen Überblick über die im April gestarteten Bauarbeiten für die neue Anschlussstelle Höheinöd. Begonnen wurde mit der Auffahrt in Richtung Pirmasens und der Abfahrt für Autos, die aus Richtung Landstuhl kommen. Momentan wird der Verkehr einspurig per Ampelregelung am Kreisverkehr am Ortseingang vorbeigeführt, weil dieser umgestaltet werden muss. An ihn wird eine komplett neue Straße von der Autobahn angeschlossen. Die Trasse dafür ist geschoben, die Leitungen sind verlegt, sodass in diesen Tagen mit dem eigentlichen Straßenbau angefangen wird.
Erst in der Anfangsphase befinden sich dagegen die Arbeiten für den neuen Kreisverkehr, der die Anschlussstelle aus Richtung Pirmasens mit der Kreisstraße 24, die von Waldfischbach-Burgalben nach Höheinöd führt, verbinden wird. Gebaut werden müssen auch zwei Rampen für die Auf- und Abfahrt, sodass größere Erdbewegungen notwendig sind. Die Baufirma Backes aus Tholey, die den Auftrag für 1,8 Millionen Euro bekommen hat, liegt nach Priebes Aussage im Zeitplan, bis November sollen auf beiden Seiten der Autobahn 62 die Auf- und Abfahrten fertig sein.
Dieser Fertigstellungstermin ist wichtig, denn für November ist auch das Bauende der 16 Kilometer langen A 62-Fahrbahnsanierung anvisiert. Wie die LBM-Leiter vom Autobahnamt in Montabaur erfahren haben, machen auch diese Bauarbeiten – der Baukonzern Strabag hat den Auftrag für rund 16 Millionen Euro erhalten – gute Fortschritte. Nach jetzigem Stand kann der erste Bauabschnitt im August freigegeben werden, sodass zumindest der Verkehr zwischen den Anschlussstellen Bann und Weselberg ab diesem Zeitpunkt wieder auf der Autobahn fließen kann.
Und auch der zweite Bauabschnitt, die Fahrbahnsanierung zwischen den Anschlussstellen Weselberg und Thaleischweiler-Fröschen, soll dem Zeitplan entsprechend im November freigegeben werden, zusammen mit der Höheinöder Anschlussstelle. Bleibt nur noch der dritte Bauabschnitt, die Sanierung der Schwarzbachtalbrücke. Noch immer ist fraglich, ob sie bis November abgeschlossen werden kann. Ist das nicht der Fall, wird die Strecke trotzdem freigegeben und eine Baustellenampel an der Brücke eingerichtet. Allerdings brachte Priebe die gute Nachricht mit, dass sich nach bisherigem Bauverlauf die Wahrscheinlichkeit für eine Fertigstellung bis November erhöht hat.
Wie wichtig die Höheinöder Anschlussstelle ist, machte Orts- und Verbandsbürgermeister Lothar Weber deutlich: Gerade jetzt seien Gewerbeflächen am Ortsrand für 125 000 Euro verkauft worden, auch wegen der Verkehrsanbindung. Aber auch die Autobahn 62 an sich werde immer bedeutender: „Wie viel Verkehr darauf normalerweise fließt, ist erst jetzt zu spüren, wenn sich die Lastwagen durch unsere Dörfer quälen.“
Zuvor hatte sich der Kreistag die beiden frisch sanierten Kreisstraßen 20 zwischen Hettenhausen und Obernheim-Kirchenarnbach (1,6 Millionen Euro) und 21 zwischen Hettenhausen und dem Scharrhof (250 000 Euro) angeschaut. Beide Straßenbauprojekte wurden 2017 angefangen und mussten nach dem Winter in diesem Jahr fertiggestellt werden. Vor allem die K 20-Sanierung hat, wegen des starken Wassereindrangs im Straßenuntergrund, große Probleme bereitet und den Zeitplan durcheinandergewirbelt – statt im Dezember wurde diese Strecke erst im Mai wieder freigegeben. (glö)