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Stadt Pirmasens 13.03.2018

B 10: Bündelungstrasse ist Favorit

Bürgerinitiative tagt: Pläne für Ausbau bis Hauenstein nehmen Gestalt an

Richard Lutz, Leiter des Landesbetriebs Mobilität Kaiserslautern, stellte gestern Abend auf der Jahreshauptversammlung der Bürgerinitiative „B 10 - 4 Spuren jetzt!“ im Dynamikum die aktuellen Entwicklungen der Planungen für die vierspurige Bundesst

Bekräftigt hat gestern Abend Richard Lutz, der Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Kaiserslautern, bei der Bürgerinitiative „B 10 - 4 Spuren jetzt!“ (BI), dass seine Straßenplaner mit der sogenannten Bündelungstrasse den vierspurigen Ausbau der Bundesstraße 10 zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein vorantreiben wollen.

Lutz gab einen umfassenden Überblick über den vierspurigen B 10-Ausbau bis Landau, mit Schwerpunkt auf die aktuell laufenden Planungen zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein. Die restlichen Bau- und Planungsabschnitte riss er nur kurz an: In diesem Jahr wird Baubeginn zwischen Landau-Godramstein und der Anbindung an die Autobahn 65 bei Landau sein, wobei schon die ersten beiden von vier Brücken abgerissen werden. Zwischen Annweiler-Ost und Landau-Godramstein werden die Planungen vorangetrieben, wobei die Problemstelle die Anschlussstelle Birkweiler/Siebeldingen ist. Erst im nächsten Jahr sollen die Planungen beginnen für den Streckenabschnitt Hauenstein – Rinnthal, allerdings sieht der LBM-Leiter für die Ortsumgehung Wilgartswiesen nur eine Chance für eine südliche B 10-Verbreiterung. Und für die Tunnelstrecke bei Annweiler sprach Lutz von einer parallelen Röhre zum bestehenden Tunnel.
Konkrete Planungen, die echte Fortschritte machen, laufen in der Südwestpfalz für die 6,5 Kilometer zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein. Intensiv muss sich der Landesbetrieb auf dieser Strecke mit dem Naturschutz beschäftigen, weshalb mehrere Tierquerungen geplant sind. In einem Vergleich der drei bislang untersuchten Varianten des Bestandsausbaus aus der bestehenden Trasse, einer weiträumigen Südvariante zwischen Hinterweidenthal und der Felsnase bei Hauenstein und einer Kombination, der Bündelungstrasse, bei der die Problemstelle am Katharinenhof südlich umgangen wird, hat sich längst diese kombinierte Variante mit Kosten von rund 62 Millionen Euro als Favorit für die Straßenplaner herauskristallisiert. Im Sommer soll in Abstimmung mit dem Bundesverkehrsministerium die Entscheidung fallen, danach kann die ausgewählte Variante im Detail geplant werden.
In Hinterweidenthal übrigens werden die Bauarbeiten in diesem Jahr fortgesetzt, aber erst 2019 ist mit einer kompletten Freigabe des kurzen fehlenden vierspurigen Teilstücks zu rechnen. Die alte Brücke über die Wieslauterbahn, die die beiden Richtungsfahrbahnen nach Landau aufnehmen muss, ist noch zu erneuern, was zusätzlich Zeit koste.
Nachdem kurz die Vereinsregularien abgehandelt und der Vorstand gewählt worden war, wurde es am Ende des Jahresversammlung noch einmal interessant. Denn aus Annweiler war Ernst Gerber gekommen, ein in der Bürgerinitiative „Pro Pfälzerwald“ engagierter Bürger. Eine „Brücke“ zwischen Vorderpfalz und Südwestpfalz wolle er schlagen, so Gerber, denn viele Bürger in und um Annweiler fürchteten, dass am Ende auf der Tunnelstrecke ein Nadelöhr entstehe, wenn sie zuletzt ausgebaut werde. Daher warb er für eine gemeinsame Planung aller fünf B 10-Teilabschnitte.
„Wo gebaut werden kann, muss auch gebaut werden“: BI-Vorsitznder Erich Weiss erteilte Überlegungen eine Absage, zuerst die Tunnelstrecke zu bauen und alle anderen Strecken zurückzustellen. Unterstützung sagte er jedoch zu, wenn es darum gehe, die Tunnelplanungen schneller voranzutreiben. Der Pirmasenser Oberbürgermeister Dr. Bernhard Matheis ging noch einen Schritt weiter, indem er die Politiker in beiden Regionen auf eine gemeinsame Linie für die B 10-Planungen einschwören möchte. (glö)