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Lokalsport 24.03.2017

Countdown zum Abstiegsgipfel

Fußball: FK Pirmasens mit Nudeln zum Klassenerhalt? – Nur elf Mann im Training

Der Countdown läuft. Morgen um 14 Uhr steigt im Sportpark Husterhöhe der Abstiegs-Gipfel in der Fußball-Regionalliga zwischen dem FK Pirmasens (Platz 13) und dem Tabellenletzten FC Nöttingen. Beide Mannschaften trennen 14 Punkte voneinander. Beide Teams haben 30 Tore geschossen und damit sogar mehr als der Tabellenachte TuS Koblenz (24 Tore). Die Mannschaft, Trainer und das FKP-Präsidium hoffen auf zahlreiche Unterstützung durch die Zuschauer auf hoffentlich gut gefüllten Stadion-Rängen.

Dazu soll auch die Aktion „Happy hour“ (deutsch: glückliche Stunde) beitragen, bei der eine Eintrittskarte gekauft und eine zweite Person mit ins Stadion genommen werden darf (wir berichteten). Für FKP-Trainer Peter Tretter wird die Partie gegen den FC Nöttingen schwerer als die Spiele gegen die Spitzenteams 1. FC Saarbrücken und TSG Hoffenheim II. „Die haben 5:1 in Walldorf gewonnen und nur durch einen unberechtigten Elfmeter vergangenes Wochenende gegen den 1. FC Saarbrücken mit 1:2 verloren“, betont der FKP-Trainer, der großen Respekt vor der Mannschaft aus Baden hat.
Wichtige Ereignisse, wie das Sechs-Punkte-Spiel gegen Nöttingen, verlangen nach außergewöhnlichen Maßnahmen. FKP-Trainer Peter Tretter, leicht frustriert: „Im Gegensatz zu vielen anderen Mannschaften in der Regionalliga müssen wir auch im Training erhebliche Abstriche machen. Aus beruflichen Gründen, wie unter anderem Schicht-Dienste, stehen mir in dieser Woche nicht alle Spieler im Training zur Verfügung. Am Montag hatte ich gerade elf Spieler im Training. Eine gute und optimale Vorbereitung auf solch ein eminent wichtiges Spiel sieht anders aus“, sagt Peter Tretter, der sich verschiedene Spiele vom FC Nöttingen auf Video angeschaut und auch viele Informationen vom FKP-Spielbeobachter Rolf Fischer erhalten hat, der das Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken analysierte.
„Sehr wichtig sind mir die Erkenntnisse aus dem Nöttinger Spiel in Walldorf, wo die Mannschaft aus einem 0:1 Rückstand noch einen klaren 5:1 Sieg landete“, glaubt FKP-Trainer Peter Tretter.
Am Spieltag gegen Nöttingen trifft sich der FKP-Tross um 11 Uhr auf dem Beckenhof zu einem gemeinsamen Nudel-Essen. Danach geht es ins Stadion, wo Peter Tretter seiner Mannschaft die eine und andere Nöttinger-Standard-Variation per Video vor Augen führen wird. Der Übungsleiter warnt vor allem vor den Nöttinger Leistungsträgern, darunter Niklas Hecht-Zirpel, Leutrim Neziraj, Michael Schürg und Mario Bilger.
Der frühere Fußball-Profi Dubravko Kolinger (41) ist Trainer beim Regionalliga-Aufsteiger FC Nöttingen. Der einstige Spieler bei Vereinen wie St. Pauli, Karlsruher SC, SV Elversberg, Kickers Offenbach und TuS Koblenz, sieht den Druck des Gewinnen-müssens mehr beim FKP als bei seiner Mannschaft. „Wir haben in der Regionalliga insgesamt 36 Endspiele und sind in jedem Spiel der Außenseiter. Wir haben mit 350 000 Euro den kleinsten Jahresetat. Alle unsere Spieler müssen arbeiten, müssen ihre Leistung sowohl am Arbeitsplatz und auf dem Rasen bringen“, betont der ehemalige Fußball-Profi.
Am Dienstag spielt der FC Nöttingen im Pokal-Halbfinale im eigenen Stadion gegen den Liga-Konkurrenten Astoria Walldorf: „Das ganze Umfeld ist elektrisiert und fokussiert auf das Pokalspiel. Natürlich wollen wir ins Finale einziehen und uns mit einem Sieg gegen den Verbandsligisten Heidelberg-Kirchheim für den DFB-Pokal qualifizieren. Aber Fußball ist kein Wunschkonzert. Und vor dem Pokalspiel steht die Aufgabe in Pirmasens. Wir wollen beim FKP gewinnen und gehen das ohne großen Druck an. Die Stimmung bei uns ist gut. Die Mannschaft geht gestärkt aus der Niederlage gegen Saarbrücken hervor. Wir haben alles aufgearbeitet“, betont der Nöttinger Trainer, der die Mannschaft egal in welcher Liga, auch in der kommenden Saison betreuen wird.
Dubravko Kolinger: „Fast alle Spieler bleiben uns treu. Sollten wir absteigen, versuchen wir den Betriebsunfall gleich wieder zu beheben.“ Damit es beim FKP zu keinem Betriebsunfall kommt, zählt FKP-Präsident und Maschinenbau-Unternehmer Andreas Ring gegen den FC Nöttingen auf große Zuschauerunterstützung: „Eine Region für den FKP. Die junge Mannschaft hat die Unterstützung verdient. Ich denke, dass wir mit Hilfe der Zuschauer das Unmögliche – den Klassenerhalt – doch möglich machen werden. Morgen Mittag gibt es im Fernsehen keine Bundesligaspiele und somit keine Ausrede, um nicht ins Stadion zu gehen.“