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Lokalsport 10.08.2018

Felix Müller freut sich auf den Hamburger SV

Fußball: Rodalber Profi vor 100. Einsatz

Daumen hoch: Fußballprofi Felix Müller ist in der 2. Bundesliga beim SV Sandhausen angekommen. Dabei bleibt er heimatverbunden wie eh und je und posiert, eigens für die PZ, für ein Bild mit der Rodalber Grünesputschefrau. (Foto: F. Schwarz)

Dem 25-jährigen, gebürtigen Rodalber Felix Müller, steht am Sonntag ein Jubiläum als Fußballprofi ins Haus. Beim Heimspiel seines neuen Vereins SV Sandhausen gegen den Hamburger SV könnte er zu seinem 100. Einsatz kommen. Trotz seiner Erfolge bleibt er heimatverbunden, auch wenn er sich später die Fortsetzung seiner Karriere durchaus in Amerika oder Asien vorstellen kann.

Lässig mit Sonnenbrille kommt Felix Müller zum Termin mit der Pirmasenser Zeitung und berichtete über seine ersten Wochen beim SVS, seine Ziele und Zukunftspläne und die Tatsache, dass er möglichst oft nach Hause in die Südwestpfalz kommen möchte.
Zur laufenden Saison wechselte der frühere Jugendspieler des FK Pirmasens von den Würzburger Kickers aus der 3. Liga in die zweihöchste deutsche Spielklasse zum SV Sandhausen. Eigentlich wollten ihn die Kurpfälzer schon in der Winterpause loseisen, der Wechsel scheiterte aber an der Ablösesumme.
Für Müller persönlich hätte der Einstand bei seinem neuen Verein in diesem Sommer kaum besser laufen können. Beim Ligaauftakt am vergangenen Samstag bei der SpVgg Greuther Fürth, der trotz einer 1:0 Führung mit 1:3 verloren ging, stand Müller die kompletten 90 Minuten auf dem Platz.
„Das war die Belohnung für eine gute Vorbereitung. Es macht einem schon stolz, wenn man als neuer Spieler am ersten Spieltag in der Startelf steht“, schwärmte Müller. Nun winkt ihm am Sonntag gegen den großen Hamburger SV dazu noch ein kleines Jubiläum.
Denn für Müller selbst wird dieses Spiel nicht wie jedes Andere werden. „Generell ist vor jeder Begegnung eine gewisse Aufregung vorhanden, dass ich aber wahrscheinlich gegen einen so großen Gegner mein 100. Profispiel machen werde, wird etwas ganz Besonderes“, freut er sich.
Der Verteidiger erwartet, dass die vielen Fans des einstigen Bundesliga-Dinos das Heimspiel des SVS zu einem Auswärtsspiel machen. Außerdem sind seine Familie und viele Freunde im Stadion, auch wenn er nicht alle Kartenwünsche, die an ihn herangetragen wurden, erfüllen konnte.
Nur gute Worte findet der Rodalber für die professionellen Strukturen bei seinem neuen Arbeitgeber und für seine Mitspieler. „Im Vergleich zu Würzburg ist hier alles etwas professioneller, denn der SV Sandhausen hat sich über die Jahre in der 2. Bundesliga etabliert. Meine Mitspieler sind alle locker drauf, sodass ich schnell Anschluss finden konnte“, berichtete Müller.
Seit letzter Woche hat er nun auch „endlich“ seine neue Wohnung bezogen. Diese liegt nicht in Sandhausen, da wäre ihm einfach zu wenig los, sondern in der Heidelberger Südstadt. Nach Angaben des Neuheidelbergers ist die Lage perfekt, da er mit dem Auto nur eine Viertelstunde zum Vereinsgelände fährt. Der ledige Profi, dessen Vertrag in Sandhausen bis 2020 läuft, möchte sich in dieser Zeit weiterentwickeln und den nächsten Schritt machen – ein gestandener Zweitligaspieler werden.
Wie lange er in Sandhausen tatsächlich spielen wird, ist im schnelllebigen Profigeschäft offen. „Wenn es mir hier gefällt, spricht nichts gegen eine Vertragsverlängerung“, sagt Müller. Aber auch ein Wechsel ins Ausland würde ihn reizen. „Die Major League Soccer in den USA oder auch der asiatische Raum sind interessant.“
Sollte Müller mit zunehmenden Alter einmal die Schnauze voll vom Fußballspielen haben, könnte er auch eine Karriere als Sänger einschlagen, denn dass er singen kann, bewies er im Trainingslager. „Wie bei vielen Verein gibt es auch in Sandhausen ein Aufnahmeritual und das war halt mal singen“, lacht Müller. Und was singt ein echter Fußballer? Genau, „You will never walk alone“, für diesen Titel hat er sich entschieden und konnte seine Mitspieler überzeugen.
Wie wichtig ihm die Nähe zu seiner Familie und seinen Freunden ist, zeigt sich daran, dass er sonntags regelmäßig nach Rodalben fährt, um dort seinen freien Montag zu verbringen. Geschlafen wird im Gästezimmer von Mutter Elli und Vater Patrik, das früher sein Kinderzimmer war.
Bevor es Anfang dieser Woche auf die einstündige Fahrt zurück nach Sandhausen ging, stand aber noch ein Pflichtprogramm an: „Ich muss unbedingt noch meinen Freunden und deren Familien Hallo sagen“, informierte Müller. Am Dienstag startete der SV Sandhausen mit der Vorbereitung auf das wichtige Spiel gegen den Hamburger SV.