PZ-Sonderthemen

PZ-Kur 2018

Bildergalerie

Das Wetter heute

Digitales Probeabo

Heimat-Jahrbuch / Heimatkalender

Sonderveröffentlichungen B 10

Telefonsuche

Stadt Pirmasens 08.11.2014

Jesus Christus als Fundament des neuen Gotteshauses

Neuapostolische Christen legen Grundstein für Gemeindezentrum – Scheidel: Signal zur Stärkung der Innenstadt

Versenkten die Kupfer-Rolle im Grundstein (von links): Bischof Pascal Strobel, Rüdiger Wend (Bauabteilung), Architekt Christoph Arnold, Apostel Clément Haeck und Bürgermeister Peter Scheidel. (Foto:Stegner)

Es war ein großer Tag für die neuapostolischen Christen. Gestern wurde der Grundstein für das Gemeindezentrum an der Ecke von Adam-Müller- und Arnulfstraße gelegt.

Von einem Feiertag sprach Bürgermeister Peter Scheidel, der zusammen mit Baudezernent Michael Schieler gekommen war. Er wertete den Neubau mit veranschlagten Kosten von gut 750 000 Euro als wichtiges Signal zur Stärkung der Innenstadt. Pirmasens, das innerhalb eines sozialen Spannungsfeldes auch mit Leerständen zu kämpfen habe sei keine Insel der Glückseligkeit. Die Schere zwischen Arm und Reich klaffe sehr weit auseinander. Er lobte das Engagement der Kirche, die der Stadt bei der Bekämpfung der Sozialproblematik durch sehr viel Menschlichkeit unter die Arme greife. Hilfe von der Gemeinde erbat der Fehrbacher CDU-Politiker bei der Betreuung und Integration der 340 Asylanten.
Bischof Pascal Strobel nahm den Ball auf und versprach, die Gemeinde werde sich in der Gesellschaft einbringen. Er sagte, die Kirche lebe vom Mitmachen. Die Neuapostolischen Christen seien bei mit dem Bauvorhaben bei der Verwaltung auf offene Türen gestoßen. „Wir sind dankbar, Teil der Stadt sein zu dürfen“, sagte Strobel und versprach, der Ort wolle eine Perspektive für die Herzen bieten. Mit Blick auf die Türme von St. Pirmin und der Lutherkirche bekannte sich Apostel Clément Haeck zur Ökumene. Der Luxemburger bescheinigte den Verantwortlichen im Rathaus Rückgrat bewiesen zu haben, als es um das Projekt gegangen sei. Die exponierte Lage des Grundstücks hob auch Architekt Christoph Arnold hervor. Er bescheinigte den fast 50 Gästen, dass viel Herzblut während der mehr als vierjährigen Planungsphase des Gotteshauses geflossen sei. Ein Stück seiner Heimatstadt an dieser Stelle mitzuentwickeln sei eine tolle Geschichte, betonte Arnold stolz. Er rechnet damit, dass die neuapostolischen Christen in gut einem halben Jahr das neue Gemeindezentrum beziehen können. Der moderne wie funktionale Bau solle ein Ort der Begegnung werden, wünscht sich der Architekt. Jesus Christus sei das Fundament und der Eckstein des neuen Zuhauses, erinnerte Apostel Clément Haeck in seiner Predigt.
Die Verbundenheit zu ihrer Gemeinde brachten die Frauen und Männer deutlich zum Ausdruck. Trotz einstelliger Temperaturen waren viele Ältere der Einladung von Paul Forcher, dem Bezirksevangelisten, zur Grundsteinlegung gefolgt. Der Chor unter Leitung von Christine Geißler rahmte den symbolischen Akt mit zwei Liedvorträgen ein. Am Speiß hat Rüdiger Wend, Chef der zentralen Kirchenbauabteilung aus Frankfurt nicht gespart, als er und seine Mitstreiter zur Kelle griffen. In der Kupfer-Rolle, die im Grundstein regelrecht eingemauert wurde, ist neben einem Satz Euro-Münzen und der Bauurkunde – unterzeichnet von Kirchenpräsident Bernd Koberstein – auch eine PZ. (zwi)