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Stadt Pirmasens 12.10.2018

Kampagne soll in mehr Köpfe

Einzelhändler werten Aktionstage „Heimat shoppen“ als großen Erfolg

Bei den nächsten Aktionstagen „Heimat shoppen“ sollen die Tüten und Luftballons durch weitere Produkte ergänzt werden. (Foto: Pertsch)

„Die Aktion war ein großer Erfolg“, resümierte Handelsverbandsvorsitzender Erich Weiss bei einer Feebackrunde zur zweitägigen Aktion „Heimat shoppen“. Die fand am 7. und 8. September in den beiden Städten Pirmasens und Zweibrücken als pfälzisches Pilotprojekt statt. Für die von der IHK angestoßenen Imagekampagne laufen bereits Pläne für das kommende Jahr, die sollen aber nicht auf einen Einzeltermin beschränkt werden.

Bei einer Manöverkritik sei festgestellt worden, dass das Ziel – eine breite Schicht darauf zu sensibilisieren, wie sehr der Kunde Einfluss auf den lokalen Handel hat – durch zwei einzelne Aktionstage nicht erreicht werden könne. Dazu müsse regelmäßig die Aktion ins Gedächtnis gerufen werden.
Dass die Aktion aber durchaus schon Kundschaft sensibilisiert hat, bestätigte Heiner Wölfling bei dem Treffen in den Räumen der IHK, zu dem mehr Zweibrücker als Pirmasenser Vertreter erschienen waren. „Es wurde über die Thematik gesprochen, die Kundschaft hat sich damit beschäftigt“, wertet Wölfling dies genauso als messbaren Erfolg wie die starke Frequenz in der Fußgängerzone und die Tatsache, dass so viele Geschäfte so kurzfristig mitgemacht haben. Die Frage, auf welche Weise denn bei den nächsten Aktionstagen am 13. und 14. September 2019 alle Einzelhändler erreicht werden und zum Mitmachen animiert werden können, beschäftigte alle Beteiligten. „Das ist ein dickes Brett“, machte ein Zweibrücker Vertreter das Problem deutlich, dass vorrangig über die Werbegemeinschaften, im Falle von Pirmasens dem Stadtmarketing, Mitstreiter geworben werden.
Um die Aktion weiter ins Bewusstsein der Kundschaft zu bringen, brachte Malin Handrick, die für die IHK die Koordination der Kampagne übernommen hat, die Plattform Instagram ins Spiel. Die könnten Einzelhändler auch regelmäßig bespielen, vor allem um in die Köpfe junger Leute Einzug zu halten. Auch Ilka Knüttel, die drei Modegeschäfte in der Stadt hat, plädierte dafür, denn über Zeitungen würden lediglich ältere Generationen erreicht.
Dass die Kampagne auch an anderen Orten Wirkung zeige, davon berichtete die Zweibrücker City-Managerin Petra Stricker. Sie hat kürzlich ihren Urlaub im Norden der Republik verbracht und in der Stadt Jever immer noch Auswirkungen der Kampagne, etwa in Form von Bannern in der Fußgängerzone, gesehen.
Weil Pirmasens und Zweibrücken als Pilotstädte so gut funktioniert haben, soll im kommenden Jahr die Kampagne auf die ganze Pfalz ausgeweitet werden. Vor allem soll es schnell weitergehen, waren sich die Beteiligten einig. So wünschten sie sich, dass zu den Papiertüten künftig auch Stoffbeutel mit dem Kampagnenlogo – gegen ein geringes Entgelt – angeboten werden können. Dies sei nachhaltiger und könne sogar mit einer Spendenaktion kombiniert werden. Eine weitere Idee seitens der Teilnehmer war es, regionalere Produkte als kleine Geschenke zu verteilen: „Das ist allemal besser als Luftballons aus China“, betonte ein Teilnehmer. Freies Parken hingegen, wie es in Pirmasens an den beiden Tagen der Fall war, werde es laut Erich Weiss vermutlich nicht mehr geben. Da alle Parkhäuser in Pirmasens in privater Hand seien, müsse die Stadt vertraglich für den Umsatzausfall aufkommen. Das seien 8 000 Euro pro Tag, bei der Premiere sei dies ausnahmsweise gezahlt worden. (pci)