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Lokalsport 10.09.2018

Mark Weidler läuft von null auf hundert

Leichtathletik: Waldfischbacher siegt souverän beim Pfalzerwald-Marathon – 761 Starter am Sonntag

Damit die Zeiten stimmen: Ohne Technik geht es auch beim Pfälzerwald-Marathon nicht, die Ergebnisse wurden sofort ins Internet übertragen.

Beide Marathonsieger kommen vom TuS Heltersberg: Jessica Kammerer und Mark Weidler gewinnen den 13. Pfälzerwald-Marathon. Mark Weidler läuft in die Messehalle 6 zu einem Zeitpunkt ein, zu dem noch niemand mit ihm rechnet: 2:43,32 Minuten steht auf der Anzeigetafel als der Waldfischbacher locker über die Ziellinie läuft. Erst 20 Minuten später kommt Matthias Wagner vom TV Hinterweidenthal als Zweiter ins Ziel. Von null auf hundert beschreibt die Leistung des Siegers am Besten, denn es ist Weidlers erster Pfälzerwald-Marathon.

Vor Jahren war er mit der Schule mal die Staffel mitgelaufen. „Stellenweise kenne ich die Strecke und war dennoch froh, dass das Fahrrad dabei war“, sagt der 27-Jährige im Ziel. „Es lief besser als erwartet. Und weil es einfach lief, hatte ich auch keinen Grund zu bremsen“, sagt Mark Weidler zu seiner Hammerzeit, die zehn Minuten unter der letztjährigen Siegerzeit und nur fünf Minuten und 33 Sekunden hinter dem zehn Jahre alten Streckenrekord von Thomas Dehaut liegt.
Mit 3:33,18 Stunden läuft Jessica Kammerer 22 Minuten länger als bei ihrem Vorjahressieg und erklärt: „Seit über einem Vierteljahr kämpfe ich mit einer Bänderdehnung und kann nicht schnell laufen“. Für die Seriensiegerin ist die Zeit heute aber auch gar nicht wichtig. „Ich habe mir kein großes Ziel gesetzt“, sagt sie, „außer krampffrei laufen und nicht weh tun“. Dass sie überhaupt gestartet ist, liegt daran, dass es ihr „absoluter Lieblingslauf“ ist. „Hier sind so liebe Menschen und der familiäre Flair beim Pfälzerwald-Marathon sind mir wichtig“, begründet die 39-Jährige, warum sie den Lauf mancher „oberflächlichen Großveranstaltung“ vorzieht.
Zum ersten Mal ist Matthias Reichart aus dem Kreis Lindau am Bodensee dabei. Er ist derzeit in Karlsruhe und hat sich nach einem Lauf in der Nähe umgesehen. Als schnellster Halbmarathonläufer kommt er nach 1:20,28 Stunden in die Messehalle. „Das ist absolut mein Ding“, sagt der 27-Jährige über die Strecke, „abwechslungsreich, wie auf mich zugeschnitten. Fast schon zu flach“, lacht er. Top Bedingungen seien es gewesen, nicht zu kalt und nicht zu warm.
Ihr „sportliches Hauptziel“ in der Saison hat Verena Becker vom Endurance Team Pirmasens als schnellste Halbmarathonläuferin erreicht. Erst vor zweieinhalb Jahren begann sie mit dem leistungsmäßigen Laufen und damals hatte sie fünf Monate lang auf ihren ersten Lauf, den Pfälzerwald-Marathon, hin trainiert. „Berge sind meine Sache“, sagt sie und auch mit ihrer Zeit von 1:42,07 Stunden ist sie zufrieden.
Spaß gemacht hat es Sascha Luckow, Manuel Schwamm, Otto Meier und Christian Burkhart vom TuS Erfweiler. Sie laufen als erste Marathonstaffel nach 3:13,21 Stunden ein. Otto Meier allerdings hat sich da wegen privater Verpflichtungen schon verabschiedet. „Sehr schöne Strecke, alles wunderbar“, loben die verbliebenen drei, die schon mehrfach mitgelaufen sind und auch sonst „ganz viele Läufe“ im Wasgau absolvieren.
Seinen ersten Halbmarathon überhaupt läuft Ulf Jung aus Höheischweiler. Der erfolgreiche Kanute läuft „ab und zu“ als Ausgleich zu seinem Sport, „aber bisher nicht mit dem Fokus Halbmarathon“, sagt der 18-Jährige. Dabei sei Joggen eine gute Abwechslung, wobei auch Kanuten viel mit den Beinen arbeiteten, was man nicht vermuten sollte. Mit der Zeit von 1:40,51 Stunden für den ersten Halbmarathon ist er zufrieden, „und die Berge haben wir hier ja sonst auch immer beim Laufen“. In jedem Fall ist der Pfälzerwald-Marathon für ihn eine gute Vorbereitung für die deutschen Meisterschaften, an denen er am nächsten Wochenende in Leipzig teilnimmt.
Auch für die Veranstalter war der Sonntag erfolgreich: Sie berichteten von insgesamt 761 Startern. (th)