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Lokalsport 09.11.2018

Meisterkandidaten im Südwestpfalz-Derby

Fußball: SG Eppenbrunn und SC Weselberg plagen die gleichen Sorgen – Zu kleine Spielerkader

So würde die SG Eppenbrunn wohl gerne einen Heimsieg gegen den SC Weselberg feiern: SGE-Torjäger Mounir Rabahi (links) freut sich zusammen mit Sturmkollege Marvin Hahn über einen Treffer. (Foto: F. Schwarz)

Sowohl der Absteiger aus der Fußball-Landesliga, die SG Eppenbrunn, als auch der letztjährige Meister der Landesliga, der SC Weselberg – der auf den Aufstieg verzichtete – wurden vor der Runde als Meisterkandidaten gehandelt. Nach 15 Spieltagen haben beide in der Bezirksliga allerdings schon einen kaum mehr einzuholenden Rückstand auf den Tabellenersten. Am Sonntag kommt es in Eppenbrunn zum interessanten Südwestpfalz-Derby zwischen den beiden Tabellennachbarn.

Der Eppenbrunner Trainer Florian Opitz weist die Rolle des Aufstiegsfavoriten weit von sich: „Der Abstieg aus der Landesliga am letzten Spieltag ist in der vergangenen Saison wirklich blöd gelaufen. Natürlich ist dann das Ziel, sofortiger Wiederaufstieg, legitim. Wir haben 14 neue Spieler im Kader“, erklärt der 31-Jährige.
Das neuformierte Team müsse von ihm und seinem Trainerkollegen Niklas Kupper nun erst einmal geformt werden und im Laufe der Saison die nötige Sicherheit erhalten. „Wir haben sehr viele junge Spieler geholt, die gerade aus der A-Jugend kommen, oder erst das zweite Jahr bei den Herren spielen. Da fehlt es an der Erfahrung“, weiß Opitz. Ziel sei es mittelfristig, eine junge Mannschaft mit Potenzial zu formen.
Zu den jungen Wilden gehört Philipp Buchheit, der von den U 19-Junioren des FKP kam. Er muss in die Rolle von Florian Opitz im Mittelfeld schlüpfen, der nach einer Knie-OP immer noch nicht fit ist. Niklas Kupper, mit seinen 26 Jahren schon ein Oldie in der Truppe, lehrt die gegnerischen Abwehrreihen das Fürchten. Der torgefährliche Offensivspieler, der vom SC Hauenstein kam, ist mit zehn Treffern der beste Torjäger.
Potenzial nach oben besitzt die Defensive, denn in der Abwehr lässt die SGE derzeit zu viel zu. „Das hat mit unserer engen Personalsituation zu tun“, erklärt Opitz. „Wir müssen ständig durchwechseln. Dadurch ist unsere Abwehr nicht eingespielt“.
Für das Spiel am Wochenende erwartet er eine schwere Partie. „Attila Baum, den ich noch von meiner FKP-Zeit kenne, macht einen richtig guten Job. Das wird ein unangenehmes Spiel werden“. Vor allem Jascha Conzelmann und Kevin Büchler sind für ihn die Schlüsselspieler.
Der Respekt vorm Gegner beruht auf Gegenseitigkeit. „Das wird eine enge Kiste. Eppenbrunn hat hohe Qualität. Technisch sind sie uns überlegen. Wer als Sieger vom Platz geht, entscheiden Kleinigkeiten. Wir wollen auswärts nicht verlieren“, erklärt Attila Baum. Auf seinen Top-Stürmer Kevin Büchler muss er verzichten. Er fällt mit Rückenproblemen aus. Ein Problem, welches den Trainer die ganze Saison begleitet. Der Spielerkader ist mit vierzehn Spielern extrem dünn, jeder Ausfall schwächt das Mannschaftsgefüge. „Wir bräuchten für die erste Mannschaft noch drei bis vier Spieler auf Landesliga-Niveau. Wir sind in der Breite nicht so gut aufgestellt. Das war auch der Grund, weshalb wir letztes Jahr auf den Aufstieg verzichtet haben“.
Die Spielersituation ist für Attila Baum auch der Grund, weshalb Weselberg nicht, wie in der vergangenen Saison, der Konkurrenz davon eilt. (wa)