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„Müssen wichtige Fragen besprechen“

Fußball: Oberligist FK Pirmasens startet heute in Restrunde – Zukunft von Peter Tretter noch nicht geklärt

Vorfreude: FKP-Trainer Peter Tretter freut sich auf den Start nach der Winterpause. Nach 21 Spielen mit 50 Punkten soll in den kommenden 15 Oberliga-Partien Platz zwei gehalten werden, der zur Aufstiegsrelegation berechtigt. Die Zukunft des Übungsleiters

Fast vier Wochen dauerte beim Fußball-Oberligisten FK Pirmasens die Winterpause. Heute Abend um 18.15 Uhr bittet Trainer Peter Tretter seine Spieler in den Sportpark Husterhöhe zum Start der Vorbereitung auf die Restrunde. 32 Spieler nehmen an den Übungseinheiten teil. Peter Tretter und Patrick Fischer, Trainer der zweiten Mannschaft, absolvieren die ersten sechs Trainingsabende gemeinsam. PZ-Redakteur Erik Stegner hat mit Peter Tretter über seinen Kader, seine Ziele und seine Wünsche gesprochen. Auch zu seiner persönlichen Zukunft stand der 50-jährigen FKP-Trainer Rede und Antwort.

Hallo Herr Tretter, was werden Sie ihren Spielern heute zum Trainingsstart auf den Weg geben?
Peter Tretter:
Dass alle so weiter arbeiten sollen, wie im vergangenen Jahr. Unser Ziel ist die Relegation – also Platz zwei, zum Erreichen der Aufstiegsspiele zur Regionalliga. Diesem Ziel muss jeder meiner Spieler sein Privatleben unterordnen, um 100 Prozent Leistung abrufen zu können. Ich selbst gehe mit einem positiven Gefühl und Vorfreude in die Vorbereitungsphase: So wie wir uns bisher spielerisch und von der Punktausbeute präsentiert haben, das war sehr stark.

Die Saison startet eine Woche früher am 18. Februar mit der Nachholpartie bei RW Koblenz. Wie bereiten Sie ihr Team vor?
Peter Tretter:
Insgesamt sind vier Testspiele vereinbart. In den ersten beiden Wochen werden wir im Grundlagen-, beziehungsweise Ausdauerbereich arbeiten. Dann stehen Schnelligkeit, Technik und Taktik auf dem Programm. Unser Fahrplan ist auf den Tag genau festgelegt, alles ist aber immer auch vom Wetter abhängig. Kommende Woche soll es einen Wintereinbruch geben. Sollen dann unsere Trainingsplätze nicht verfügbar sein, müssen wir improvisieren.
Wird es zum Trainingsauftakt neue Gesichter geben, oder scheiden Spieler aus?
Peter Tretter:
Weder noch, ich gehe fest davon aus, dass wir mit dem bisherigen Kader die Saison bestreiten. Arbeitsbedingt werden Manuel Grünnagel, Jonas Singer und David Becker zum Start fehlen. Dennis Krob fällt mit seiner beim Futsal-Länderpokal erlittenen Bänderdehnung im Fuß maximal 14 Tage aus. Mathias Gize befindet sich bis Montag in Urlaub. In der zweiten Mannschaft sieht es ähnlich aus, daher haben wir die Einheiten zusammengelegt.

Im gemeinsamen Training können sich die jungen Spieler für höhere Aufgaben empfehlen?
Peter Tretter:
Natürlich, aber das können sie die ganze Runde mit guten Leistungen tun. Christian Schubert und Luca Eichhorn haben wir ja schon vor der Winterpause in den Oberligakader hochgezogen. Andere, wie Kevin Rose und die Valentini-Brüder Paolo und Lorenzo, sind ganz nah dran. Fakt ist: Die zweite Mannschaft ist von enormer Bedeutung: Rund ein Drittel der ersten Mannschaft ist den Weg von den A-Junioren über die U 23 eine Etage höher gegangen.

Was ist mit dem Langzeitverletzten Sebastian Reinert?
Peter Tretter: Er hat sich zum Trainingsauftakt abgemeldet. Bei größeren Belastungen macht sein Knie zu. Bei ihm stehen weitere Untersuchungen an, ich hoffe, er findet den Anschluss wieder. Aber machen wir uns nichts vor: Sebastian ist mittlerweile 30 Jahre, es wird schwer für ihn nach einer solch langen Pause, seiner Krankheit (Pfeifersches Drüsenfieber) und der schweren Knie-Verletzung den Schalter umzulegen. Ich schätze die Chancen auf 50:50. Klar ist aber auch: Ein fitter Sebastian Reinert wäre eine Bereicherung.

Ihr Vertrag läuft aus. Wurden Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit geführt oder reizt es Sie, nach zehn Jahren beim FKP als Chef-, Co- und Jugendtrainer den Verein zu wechseln?
Peter Tretter:
Mitte nächster Woche werde ich mich mit dem Präsidium zusammensetzen und dann werden wir sehen, wie es weiter geht. Eine Tendenz gibt es noch nicht. Davor müssen und werden noch wichtige Fragen besprochen: Wie ist die mittelfristige Ausrichtung, welche Ziele verfolgt der Verein? Um bei einem Aufstieg in die Regionalliga bestehen zu können, bedarf es eines anderen Konzeptes, als unsere junge Mannschaft weiter in der Oberliga zu formen. Eine Frage ist auch: Wie geht es mit der zweiten Mannschaft weiter? In diesem Jahr rücken weniger Spieler aus der A-Jugend hoch.

Liegen Ihnen Anfragen von anderen Vereinen vor?
Peter Tretter:
Lose Gespräche hat es gegeben, weiter möchte ich das nicht konkretisieren. Aber natürlich sind unsere jungen Spieler begehrt: Jonas Singer, Manuel Grünnagel, Sascha Hammann, Oliver Seitz, Yannick Grieß, Yannick Osee und Salif Cisse sind hochinteressante Fußballer. Für mich ist wichtig, welchen Kurs das FKP-Präsidium in dieser Richtung fährt. Werden die Spieler gehalten, oder müssen wir wieder neu aufbauen?

Was passiert beim anvisierten Regionalligaaufstieg?
Peter Tretter:
Neben einer finanziellen Aufstockung wäre es schwer, die sportliche höheren Anforderungen mit dem Ist-Zustand unter einen Hut zu bringen. Beispiel: Mit Manuel Grünnagel, Patrick Freyer, Christian Grimm, Yannick Osee und Daniel Kläs arbeiten fünf Spieler aus der ersten Elf im Schichtbetrieb. Bei 20 Einheiten im Monat sind zehn Einheiten, bei denen diese Spieler mitwirken können, zu wenig. Dann sind wir schnell in der Oberliga zurück.

Wenn Sie einen Wunsch für die Zeit bis zum Sommer frei hätten, wie würde dieser lauten?
Peter Tretter:
So wenig verletzte Spieler wie zum Saisonanfang zu haben, damit wir komplett durchspielen können. Und außerdem die Leistungen von 2017 abrufen, denn bisher war es ein gutes Oberliga-Jahr.