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Lokalsport 29.11.2016

Peter Tretter lässt gegen den SSV Ulm rotieren

Fußball: Heute richtungsweisende Partie für FK Pirmasens

Und wieder vergibt der de FKP einen Elfmeter. In Koblenz verballert Abwehrchef Marco Steil die Chance zur Führung. Eigentlich ist Patrick Freyer (rechts) als Elfmeterschütze vorgesehen. Wegen dieser Szene waren beide Spieler nach dem Schlusspfiff unters

Drei Spiele in einer Woche: Heute steht für den FK Pirmasens mit dem Heimspiel gegen den SSV Ulm das zweite Kräftemessen innerhalb von sieben Tagen in der Fußball-Regionalliga an – bevor es bereits am Freitag im Sportpark Husterhöhe gegen Kickers Offenbach weiter geht. Vor dem Duell gegen Ulm ist der Zorn von FKP-Trainer Peter Tretter über die unnötige 0:1-Niederlage am Samstag beim TuS Koblenz noch nicht ganz verraucht. „Aber unser Fokus liegt eindeutig auf der heutigen Partie“, versichert der Übungsleiter spürbar angespannt.

Für Peter Tretter ist das Spiel gegen den auf Platz sechs stehenden Aufsteiger aus der Universitätsstadt in Baden-Württemberg richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf: „Gewinnen wir, halten wir den Anschluss ans Mittelfeld. Verlieren wir, stehen wir in der Tabelle dort, wo wir eigentlich nicht mehr hin wollten – das werde ich meinen Spielern sehr eindringlich klar machen“, kündigt Peter Tretter deutliche Worte an. In der Hinrunde hatte er mit seiner Ansprache Erfolg: Ulm wurde im Donau-Stadion mit 1:0 Toren bezwungen.
Um den körperlichen Belastungen der aktuellen englischen Woche entgegenzuwirken, will Peter Tretter in seiner Startformation rotieren. Christian Grimm, Yannick Grieß und Charlie Rugg, die in Koblenz auf der Bank Platz nehmen mussten, heißen die Kandidaten für einen Wechsel in die erste Elf. Wer dafür seine Position auf dem Spielfeld räumen muss, hat der Pirmasenser Coach noch nicht entschieden. Sicher ist: Sebastian Reinert, Jonas Singer und Sascha Hammann fallen weiterhin verletzt aus.
Das Gegentor kurz vor dem Abpfiff der Partie in Koblenz war gestern im Training noch einmal Gesprächsthema. „Das Spiel wird analysiert – aber das machen wir immer so“, will Peter Tretter die Szene nicht zu hoch bewerten, in der seine Abwehrspieler David Becker und Marco Steil eigenmächtig die Zuordnung in der Abwehr veränderten, was die Niederlage samt Trainerschelte auf dem Rasen im Oberwerth-Stadion zur Folge hatte (wir berichteten).
Unverkennbar war nach dem Schlusspfiff aber auch, dass momentan auch außerhalb des Platzes im FKP-Team nicht alle Rädchen nahtlos ineinander greifen. Die meisten Fußballer verschwanden schnell in der Kabine und es gab sogar gegenseitige Vorwürfe – was gar nicht zu der in den letzten Jahren gewachsenen Pirmasenser Mannschaft passt.
Oder hat die vermeintliche Gereiztheit auch mit der seit Monaten ungeklärten Personalie des Sportlichen Leiters zu tun? Nach dem Rückzug von Andreas Kamphues im Sommer ist die Stelle vakant. Den Spielern fehlt ein wichtiger Ansprechpartner und sie wissen noch nicht, wie es über die Saison hinaus mit ihnen weiter geht. In den vergangenen Spielzeiten wurden die Personalplanungen zeitiger angegangen. Für die Stimmung rund um den Sportpark Husterhöhe ist die momentane Situation nicht ideal.
Eine solche Wahrnehmung lässt Peter Tretter nicht gelten. Andreas Kamphues fehle dem Verein ohne Zweifel. Viele Verträge in der ersten und zweiten Mannschaft seien aber über den Sommer hinaus gültig. Um die Vertragsgespräche werde sich der FKP intensiv kümmern, wenn die noch ausstehenden drei Spiele vor der Winterpause abgeschlossen sind. Dann sei eine Tendenz erkennbar, wohin die Reise in der kommenden Saison gehe. Um so wichtiger seien jetzt gute Leistungen und Punkte, denn sie verstärkten die Planungssicherheit für alle Beteiligten, erklärt Peter Tretter.
Den SSV Ulm bezeichnet er als spielstarke Mannschaft, die zu Recht im vorderen Drittel der Tabelle steht. Die 30 bisher eingefahrenen Punkte zeugten von der Qualität des Aufsteigers. Ein besonderes Augenmerk gelte es auf die torgefährlichen Offensivkräfte Thomas Rathgeber und David Braig zu legen. Auf seine Mannschaft komme ein hartes Stück Arbeit zu, warnt der Pirmasenser Übungsleiter.