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Stadt Pirmasens 10.04.2014

Ring-Gruppe investiert fünf Millionen Euro

Drei neue Produktionshallen in der Blocksbergstraße sollen im September in Betrieb gehen

Das Gerippe der drei neuen Ring-Hallen in der Blocksbergstraße ist fast fertig. (Foto: Scharf)

Die Pirmasenser Ring-Gruppe expandiert weiter: Hinterm Kreisel in der Blocksbergstraße ist die Stahlkonstruktion für drei neue Hallen mit einer Fläche von insgesamt 2 000 Quadratmetern fast ganz hochgezogen. In zwei bis drei Wochen soll nach Angaben von Andreas Ring, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, der Innenausbau beginnen. Für die Bestückung mit Maschinen nimmt das Unternehmen nochmals 2,5 Millionen Euro in die Hand.

Der Grund: Die Fremdvergabe wird größtenteils nach Pirmasens zurückgeholt, um Aufträge schneller abwickeln zu können. Stahl-, Werkzeugbau und Fertigung werden dann jeweils in einer Halle konzentriert. Andreas Ring ist zuversichtlich, dass die Bauarbeiten wie geplant im September abgeschlossen sind, denn aufgrund des milden Winters liegen die Arbeiten derzeit zwei Wochen im Plus. Gleich neben den drei Hallen hatte die Firmengruppe bereits im Jahr 2011 rund 500 000 Euro in ein Entwicklungszentrum gesteckt. Die Aktivitäten in Pirmasens werden künftig an den Standorten in der Blockberg- und Adam-Müller-/Arnulfstraße konzentriert. Die ehemalige Erlenbrunner Schuhfabrik Leibrock, die Ring übernommen hatte, dient derzeit nur noch als Lager, das in den nächsten Jahren aber ganz aufgelöst werden soll. Durch die Neuausrichtung an den einzelnen Standorten verspricht sich der Firmenchef auch eine Entlastung der Anwohner. Der Standort in Hengsberg, wo in der Vergangenheit auch die Hausmesse ISA stattfand, ist vermietet.
Die Ring-Gruppe wächst auch im Ausland: An zwei Standorten in Brasilien arbeiten derzeit insgesamt 20 Menschen in der Lohnfertigung, Service und Vertrieb. In den USA sind des sieben, in Polen zwölf und in der Slowakei sechs Mitarbeiter. Nach Angaben von Andreas Ring soll im Juni in Rumänien zunächst mit vier Leuten die Montage anlaufen. Ein deutscher Geschäftsführer sei bereits eingestellt und ein Standort gemietet. Unter Strich beschäftigt die Gruppe, die Stanz- Perforier-, Schuh- und Gerbereimaschinen entwickelt und herstellt, weltweit etwa 250 Mitarbeiter, davon 190 in Pirmasens. Zum Umsatz wollte Andreas Ring keine genauen Angaben machen. Der habe sich im vergangenen Jahr „im guten zweistelligen Millionenbereich bewegt“.
Diese Woche findet erstmals die Hausmesse Amida (Automobil Interieur Design und Ausstattung) statt. In der Arnulfstraße werden vor allem Maschinen für die Herstellung von Sitzen vorgestellt. Nach Angaben von Vertriebschef Gerhard Demerle wurden weltweit rund 120 Einladungen an Innenausstatter der Auto- und Flugzeugindustrie verschickt. Gezeigt wird etwa eine Perforiermaschine, die individuell eingestellt werden kann. Sie macht die Löcher nicht mehr auf der gesamten Fläche, sondern dort auf dem Leder oder Stoff wo sie gebraucht werden. Je nach Ausbaustandard kostet diese Maschine zwischen 150 000 und 200 000 Euro. Die ersten Bestellungen sind bereits ausgeliefert. Das Patent auf die Neuentwicklung sei angemeldet, berichtete Andreas Ring gestern. (pio)